THE SIENCE OF GETTING RICH

Dieses Buch erschien in den USA im Jahre 1915 unter dem Titel: 

THE SIENCE OF GETTING RICH

Vorwort
Wohlergehen als Lebensgesetz
Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die nicht reich sein
möchten mit allen Segnungen des Lebens. Einige
sprechen ihren Wunsch offener aus als andere, einige
Menschen möchten nur in bestimmten Lebensbereichen
reich sein (sagen sie) – doch der Wunsch nach Erfüllung
ist allen Menschen eigen.
Es ist nichts Unrechtes an dem Wunsch nach
Wohlergehen, denn wenn wir in Fülle leben, können wir
besser wirken und bessere Dienste leisten. Kann ein
verarmter Mensch leistungsfähig sein? Kann er sowohl
in Qualität als auch in Quantität gute Dienste leisten?
Wir sprechen hier nicht davon, Dinge zu erwerben, damit
wir uns sicherer fühlen; wir sprechen davon, Kanal zu
sein, durch den sich das Leben selbst in vollem Umfang
zum Ausdruck bringen kann.
Ein großer Lehrer sagte: »Wenige Menschen erkennen,
dass sich das Himmelreich vollständig bis zu dieser Erde
erstreckt.« Ein reicher Mensch braucht nicht an
Reichtümern zu hängen – dies wäre vielmehr ein Beweis
geistiger Armut, trotz sichtbaren äußeren Reichtums. Die
Freiheit und die Bereitschaft, mit den Dingen dieser Welt
umzugehen, wäre dagegen ein Zeichen wahren
Verständnisses und spiritueller Reife. Eine der
Verantwortlichkeiten, die wir übernehmen müssen, ist
die, ein weiser Verwalter von Geld und Besitztum zu
sein sowie mit persönlichen Talenten und Fähigkeiten
klug hauszuhalten, wenn wir eine gesunde und heilsame
Lebenseinstellung manifestieren wollen.
Auf intelligente Weise mit der Substanz dieser Welt
umzugehen und sich um das Wohlergehen der
Mitmenschen zu kümmern, ist ein hervorragender Dienst
an der menschlichen Gemeinschaft. In unserem eigenen
Gemüt und Bewusstsein den ordnungsgemäßen Fluss
aller benötigten Dinge und Erfahrungen zu sehen
bedeutet, in Übereinstimmung mit dem Unendlichen
verantwortlich zu wirken. Wenn alle Menschen lernen
würden, sich dem Lebensfluss zu öffnen, dann wären
Gesundheit, Glück und Weltharmonie leichter und
schneller erreichbar und für mehr Menschen erfahrbar.
Mir scheint, dass einer der Schlüssel zu wirklichem
Reichtum in der Überlegung liegt, wie wir den Menschen
und der Welt einen wirklichen Dienst leisten können.
Wenn wir in der Lage sind; einen wirklichen Dienst zu
leisten, finden wir uns im Strom der fließenden Energie,

die uns als Kanal nutzt. Gott ist die Quelle all dessen,
was er scheint, aber die Energie des Höchsten braucht
Kanäle, durch die sie sich zum Ausdruck bringen kann.
Wie soll dies möglich sein, wenn wir nicht offen und
bereit sind, an diesem Vorgang mit Verständnis
teilzunehmen?
In den Schriften von Wallace D. Wattles finden wir
sowohl Inspiration als auch praktische Anweisungen. In
Kapitel V macht er klar, wie seine Idealvorstellung von
Reichtum aussieht: »Du willst nicht nur reich werden,
um mentale Vergnügen zu erfahren, Wissen zu erlangen,
Ehrgeiz zu befriedigen, andere zu überragen oder um
berühmt zu sein. All diese Dinge sind Bestandteile des
Lebens, aber Menschen, die nur zur Befriedigung dieser
Bedürfnisse leben, führen nur ein Teilleben und werden
niemals ganz mit ihrem Leben zufrieden sein.«
Und wovon hängt Reichtum ab? Von der Überlegung,
wie wir andere um ihren Besitz bringen können? Von
einer magischen Handlung, die nur einige wenige
vollziehen können? Natürlich nicht. Wirklicher Reichtum
ist abhängig von unserem Verständnis der Gesetze des
Bewusstseins und der Natur, damit wir lernen können, in
Übereinstimmung mit diesen Gesetzen zu handeln. Gibt
es irgendeine Begrenzung der Energie (als Substanz) in
dieser Welt? Nein, keine. Denn Energie ändert nur immer
und immer wieder ihre Form. Der Gedanke, dass wir ein
begrenztes Leben leben müssen, ist Täuschung der
schlimmsten Art. Der Gedanke an Begrenzungen bewirkt
Begrenzung und Einschränkung in unserem Leben.
Gedanken von Freiheit und kreativem Ausdruck bewirken
erweitertes Bewusstsein und vollständigere Erfahrung.
Dies ist vom Anfang aller Zeiten an wahr gewesen und
wird es immer sein. Das Gesetz des Lebens bleibt
konstant und ist immer zuverlässig. Uns bleibt nur zu
lernen, wie wir mit diesem Gesetz umzugehen haben.
Eine grundsätzliche Aussage, die ich schätze und die viele
Menschen auf dem geistigen Weg hilfreich fanden, ist:
Das Bewusstsein der Gegenwart Gottes ist die Quelle
aller Versorgung. Sie kann und wird jedes
menschliche Bedürfnis stillen – zur rechten Zeit und
im Überfluss.
Durch glückliche Umstände lernte ich viele kreative
Frauen und Männer kennen. Ich habe sie genau
beobachtet; mit ihnen gesprochen und ihre Einstellungen

und Handlungsweisen kennen gelernt. Zwei Eigenschaften
sind an kreativen und erfolgreichen
Menschen festzustellen: Sie besitzen Selbstvertrauen,
und sie haben eine bestimmte Richtung im Leben.
Selbstbewusstsein macht Menschen magnetisch, bringt
ihre Gedanken und Gefühle in Einklang, so dass sie als
vollständige Einheit handeln. Zielgerichtet sein
ermöglicht, Zeit und Energie in der produktivsten Art
und Weise einzusetzen.
Nutzloses Träumen davon, was wir tun möchten, führt
sicherlich nur in die Flucht vor der Realität, wenn diese
Träume nicht in klare und praktische Handlungsabläufe
umgewandelt und durchgeführt werden und Ergebnisse
bringen. Deshalb geht es bei der WISSENSCHAFT DES
REICHWERDENS darum, uns zum Tun anzuregen, so
dass unsere Ideen zu Ergebnissen führen. So wird unser
Studium der Gesetzmäßigkeiten real und sinnvoll, und
dieses Buch bleibt dann nicht ein weiteres
Selbsthilfebuch, das der bereits überladenen Kollektion
ähnlicher Titel hinzugefügt wird. Jeder kann über das
Reichwerden schreiben, und jeder kann ein solches Buch
lesen und über die Möglichkeiten nachdenken. Erforderlich
ist jedoch, dass wir, die wir motiviert sind, die
Herausforderung annehmen und lebendige
Verkörperungen des idealen Lebens werden.
Ich schlage vor, dass Du Dir ein Notizbuch bereitlegst
und Deine Ideen darin aufschreibst, die beim Lesen
dieses Buches auftauchen. Dann lies noch einmal, was
Du geschrieben hast, suche die praktischsten Vorhaben
aus und setze sie sofort in die Tat um, damit sie auf der
dreidimensionalen Ebene Wirklichkeit werden. Ralph
Waldo Emerson sagte: Wange zu tun an, dann hast Du
auch die Kraft dazu!« Das Tun und die Kraft gehören
zusammen. Wir können nicht wirklich etwas ohne
Antriebskraft tun. Kraft allein ohne einen Vorgehensplan
setzt nichts in Bewegung. Ich wage zu sagen, dass das
Beste noch vor uns liegt; die Welt schreit nach Männern
und Frauen, die Vorstellungskraft und Willen besitzen
und bereit sind, Instrumente zu sein, durch die Gottes
Absichten zum Ausdruck gebracht werden können. Du
kannst einer dieser besonderen Kanäle sein, durch die die
Kraft zu sinnvollen Zwecken fließen kann, wenn Du
Dich der Idee hingibst und bereit bist, im Spiel des
Lebens eine Rolle zu übernehmen. Wir können von

neuen Erfindungen träumen, die der Menschheit zum
Nutzen gereichen. Wir können von neuen und
ungewöhnlichen Bereichen der Dienstleistung träumen.
Wir können von Lösungen für drängende Probleme träumen,
die die Bürde des Menschen erleichtern und das
Zeitalter der Erleuchtung herbeiführen. Wir mögen sogar
feststellen, dass wir ein ganz gewöhnliches Leben mit
ganz außergewöhnlichem Verständnis leben können. Wie
wundervoll das wäre!
Nachdem Du dieses Buch gelesen und genutzt hast,
wirst Du es vielleicht auch anderen schenken wollen,
Deinen Freundinnen und Freunden, Kollegen und besonders
jungen Menschen, die vor der großen Erfahrung des
Lebens stehen. Zwei Dinge sind meiner Meinung nach
besonders wertvoll:
1) vollständige und vollkommene Beispiele des höheren
Lebens zu geben;
2) anderen zu zeigen, wie sie ihre hohen Ziele erreichen
können.
Wenn wir Beispiele geben, dienen diese als Vorbilder,
an denen andere sich messen können und die sie zu
höheren Ebenen der Erkenntnis inspirieren. Wenn wir
andere teilhaben lassen, geben wir ihnen nützliche Ideen
und motivieren sie dazu, ihr wahres Potential zu
entfalten.
Während wir uns dem Herbst unseres Lebens nähern,
lasst uns sicher sein, dass wir alles uns Mögliche getan
haben, unsere eigene Bestimmung auf dieser Erde zu erfüllen,
und dass wir das Licht mit den Brüdern und
Schwestern auf diesem Pfad geteilt haben.
Ich bin dem Autor dieses Buches dankbar, dass er
seine Ideen in so einfacher und klarer Sprache formuliert
hat, und Elizabeth Towne, eine wahrhaft inspirierte Wegbereiterin
des Neuen Bewusstseins (New Thought), die
dieses Buch im Jahre 1915 zuerst herausgebracht hat und
sich darum kümmerte, dass viele tausend Suchende den
Gewinn aus dieser Lehre ziehen konnten. Einige meiner
Schülerinnen und Schüler erkundigten sich nach der
WISSENSCHAFT DES REICHWERDENS gerade zu dem
Zeitpunkt, als mir mein guter Freund Eden Gray ein
Exemplar dieses Buches zur Stellungnahme vorlegte.
Demnach scheint es die Absicht des Lebens zu sein,
diese Prinzipien zum Nutzen neuer Leserinnen und Leser
wieder zu veröffentlichen.

Roy Eugene Davis

Einleitung
Dieses Buch ist pragmatisch, nicht philosophisch, ein
praktisches Handbuch, keine Abhandlung über Theorien.
Es ist gedacht für jene Menschen, die zunächst einmal
reich werden und dann philosophieren möchten, deren
stärkstes Bedürfnis Geld ist. Es ist für diejenigen, die
bisher weder die Zeit, Mittel noch Gelegenheit hatten,
sich tief gehend mit dem Studium der Metaphysik zu
beschäftigen, die jedoch Ergebnisse wünschen und die
bereit sind, die metaphysische Gesetzmäßigkeit als
Grundlage für ihr Vorgehen zu akzeptieren, ohne alle
Gedankengänge nachvollziehen zu wollen, die zu diesen
Folgerungen geführt haben.
Es wird davon ausgegangen, dass die Leserinnen und
Leser die fundamentalen Aussagen als wahr akzeptieren,
so wie sie die Behauptungen in bezug auf das Gesetz
elektrischer Tätigkeit als wahr akzeptieren würden, wenn
ein Marconi oder Edison diese darlegte; und dass sie
deren Echtheit durch ihr Handeln ohne Furcht und
Zögern beweisen. Alle, die dies tun, werden sicherlich
reich; denn die hier angewandte Wissenschaft ist eine
exakte Wissenschaft, und Misserfolg ist unmöglich. Für
diejenigen jedoch, die die philosophischen Theorien untersuchen
und eine logische Basis für ihren Glauben
sicherstellen wollen, werde ich im folgenden einige
Autoritäten nennen.
Die monistische Sicht des Universums – die Lehre,
dass Eines alles ist und dass Alles eins ist, dass eine
Substanz sich als die scheinbar vielen Elemente der
materiellen Welt manifestiert – finden wir in den großen
Weisheitslehren der Menschheit und in den Werken von
Descartes, Spinoza, Leibnitz, Schopenhauer, Hegel,
Emerson u.a.
Diejenigen Leserinnen und Leser, die in die
philosophischen Grundlagen eindringen möchten, mögen
selbst Werke genannter Philosophen lesen.
Beim Schreiben dieses Buches gab ich neben allen
anderen Überlegungen denen der Einfachheit und
Schlichtheit der Sprache den Vorzug, so dass alle dieses
Buch verstehen können. Der hier festgelegte Vorgehensplan
stammt aus den Folgerungen der Philosophie;
er ist gründlich geprüft und in der praktischen
Anwendung auf das Beste erprobt worden. Er
funktioniert. Wenn Du wissen möchtest, wie ich zu den
Folgerungen gekommen bin, lies die Schriften der oben

erwähnten Autoren; und wenn Du die Früchte ihrer
Philosophien in praktischer Weise ernten möchtest, lies
dieses Buch und tue genau das, was es Dir sagt.
Wallace D. Wattles

Kapitel 1
Das Recht, reich zu sein
Was auch immer zum Lobe der Armut gesagt werden
mag, Tatsache bleibt, dass ein wirklich gutes oder
erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft nur von
denen gelebt werden kann, die reich sind. Wir können
nicht zur vollen Größe unserer Talente oder
Seelenentwicklung aufsteigen, es sei denn, wir haben
reichlich Geld; denn zur Entfaltung unserer Seele und
zur Entwicklung unserer Fähigkeiten brauchen wir viele
Dinge, und die können wir nicht bekommen, wenn wir
das Geld zu deren Erwerb oder Nutzung nicht haben.
Menschen entwickeln sich an Geist, Gemüt und
Körper durch die Verwendung von Dingen. Die
Gesellschaft ist so organisiert, dass Menschen Geld
benötigen, um Dinge erwerben zu können. Daher muss
eine Grundlage jeglichen Fortschritts für die Menschheit
die WISSENSCHAFT DES REICHWERDENS sein.
Der Sinn des Lebens ist Fortschritt; und alles, was
lebt, hat das unveräußerliche Recht, sich so weit zu
entwickeln, wie es nur kann.
Das Recht des Menschen auf Leben bedeutet, das
Recht auf freie und unbegrenzte Verwendung all der
Dinge, die zur vollständigen mentalen, spirituellen und
physischen Entfaltung erforderlich sein mögen, oder, mit
anderen Worten, das Recht, reich zu sein.
In diesem Buch werde ich mich nicht damit
beschäftigen, Reichtum in Zahlen auszudrücken; denn
wirklich reich zu sein bedeutet nicht, sich mit wenigem
zu begnügen oder zufrieden zu sein. Niemand sollte mit
wenig zufrieden sein, wenn die Möglichkeit besteht,
mehr zu verwenden und sich daran zu erfreuen. Der Sinn
der Natur ist Fortschritt und Entfaltung des Lebens, und
alle Menschen sollten über alles verfügen, was zu einem
Leben in Kraft, Freude, Schönheit und Reichtum
beitragen kann.
Menschen sind dann reich, wenn sie alles haben, was
sie brauchen, um das Leben zu führen, dessen sie fähig
sind. Wer nicht über ausreichende Mittel verfügt, kann
sich nicht frei zum Ausdruck bringen. Das Leben ist so
weit fortgeschritten und so komplex geworden, dass
selbst der durchschnittlichste Mensch großen Reichtum
benötigt, um in einer Weise zu leben, die sich der
Vollkommenheit annähert. Meist möchten Menschen all

das werden, dessen sie fähig sind. Dieser Wunsch, das
innere Potential zum Ausdruck zu bringen, ist jeder
menschlichen Natur eigen. Wir können gar nicht anders,
als all das sein zu wollen, wozu wir fähig sind.
Erfolgreich sein im Leben heißt, zu werden, was Du sein
möchtest. Du kannst aber nur werden, was Du sein
möchtest, wenn Du Dinge nutzen kannst. Wer in seinem
Bewusstsein Reichsein angenommen hat, wird alle Dinge
zur freien Verwendung erhalten oder erwerben können.
Das Verständnis von der WISSENSCHAFT DES
REICHWERDENS ist in dieser Hinsicht die wichtigste
aller Kenntnisse.
Es ist nichts Unrechtes an dem Wunsch, reich zu
werden. Der Wunsch nach Reichtum ist in Wirklichkeit
der Wunsch nach einem reicheren, vollständigeren und
erfüllteren Leben, und dieser Wunsch ist lobenswert.
Unser Leben wird von drei Beweggründen bestimmt:
dem Körper, dem Gemüt und der Seele. Keiner dieser
drei ist besser oder heiliger als der andere; alle sind
gleich wünschenswert, und keiner dieser drei – Körper,
Gemüt oder Seele – kann im vollen Umfang leben, wenn
einer von ihnen vom Leben und seinem Ausdruck
abgeschnitten ist. Es ist weder richtig noch nobel; wenn
wir nur für die Seele leben und Gemüt und Körper
verleugnen, und es ist ebenso falsch, nur für das Gemüt
zu leben und Körper und Seele zu verleugnen.
Wir sind alle vertraut mit den widerlichen Folgen,
wenn jemand nur für den Körper lebt und sowohl Gemüt
als auch Seele verleugnet. Und wir sehen, dass das
wirkliche Leben den gesamten Ausdruck dessen
ausmacht, was Menschen durch ihren Körper, ihr Gemüt
und ihre Seele auszudrücken vermögen. Was immer wir
auch sagen, kein Mensch kann wirklich glücklich oder
zufrieden sein, wenn der Körper nicht voll
funktionsfähig ist und das gleiche trifft auch für sein
Gemüt und seine Seele zu. Wo immer Möglichkeiten
unausgedrückt bleiben oder Aufgaben nicht erfüllt
werden, gibt es unerfüllte Wünsche. Wünsche sind
Entfaltungsmöglichkeiten, die nach Ausdruck suchen,
oder Aufgaben, die durchgeführt sein wollen.
Menschen können ohne gute Nahrung, bequeme
Kleidung und warme Behausung ihr angeborenes
Potential nicht völlig zum Ausdruck bringen, auch nicht
ohne Freiheit von übertriebener Plackerei und Mühe. Für

das physische Leben sind außerdem Ruhe und Erholung
wichtig.
Ohne Bücher und die Zeit zu deren Studium ist kein
mental erfülltes Leben möglich. Ebenso brauchen wir
Möglichkeiten zu Reisen und Beobachtungen und die
Gemeinschaft mit intelligenten sowie gleichgesinnten
Menschen. Um unser Gemüt voll zu entfalten, benötigen
wir mentale Erholung und die Möglichkeit, uns mit all
den Kunstgegenständen und mit all der Schönheit zu
umgeben, deren wir bedürfen, und an der wir uns erfreuen
können.
Um ein seelenvolles Leben zu führen, brauchen wir
Liebe. Doch Liebe kann in ihrem Ausdruck durch Armut
verhindert werden.
Das höchste Glück erfahren wir, wenn wir denen
Gutes geben können, die wir lieben. Im Geben findet die
Liebe ihren natürlichsten und spontansten Ausdruck. Der
Mann, der nichts zu geben hat, kann seinen Platz als
Ehemann oder Vater, als Bürger oder als Mensch nicht
ausfüllen. Im Gebrauch materieller Güter erfahren wir
ein erfülltes Leben für unseren Körper, entwickeln wir
unser Gemüt und entfalten wir unsere Seele. Deshalb ist
es für uns von höchster Bedeutung, dass wir reich sind.
Es ist völlig in Ordnung, dass Du reich sein möchtest.
Und es ist völlig natürlich, den Wunsch nach
umfassendem Wohlergehen in Dir zu spüren und ihn zu
erfüllen. Es ist völlig in Ordnung, dass Du der WISSENSCHAFT
DES REICHWERDENS Deine volle
Aufmerksamkeit zuwendest, denn sie ist die
großmütigste und notwendigste aller Studien. Wenn Du
dieses Studium vernachlässigst, vergisst Du Deine
Aufgabe Dir selbst, Gott und der Menschheit gegenüber,
denn Du kannst Gott und der Menschheit keinen
größeren Dienst leisten, als Dich selbst voll zu entfalten.
Merke:
Das Recht des Menschen auf Leben, bedeutet das Recht,
reich zu sein.
Menschen sind dann reich, wenn sie alles haben, was sie
brauchen, um das Leben zu führen, dessen sie fähig
sind.
Es ist nichts Unrechtes an dem Wunsch, reich zu werden.

Es ist völlig natürlich, den Wunsch nach umfassendem
Wohlergehen in Dir zu spüren und ihn zu erfüllen.

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Kapitel 2
Die Wissenschaft des Reichwerdens
Es gibt eine WISSENSCHAFT DES REICHWERDENS,
und sie ist eine exakte Wissenschaft, so wie Algebra oder
Arithmetik. Es gibt bestimmte Gesetze, die den Vorgang
des Reichwerdens regeln. Wenn wir diese Gesetze erst
einmal gelernt haben und sie dann befolgen, werden wir
mit mathematischer Sicherheit reich werden.
Der Besitz von Geld und Eigentum ist das Ergebnis
davon, dass jemand in einer ganz bestimmten Art und
Weise vorgegangen ist. Diejenigen, die die Dinge auf
diese bestimmte Art und Weise tun, ob dies nun
absichtlich oder unabsichtlich geschieht, werden reich;
wogegen diejenigen, die diese Dinge nicht auf diese ganz
bestimmte Art tun, arm bleiben, ganz gleich, wie schwer
sie arbeiten oder wie fähig sie auch sein mögen.
Es ist ein natürliches Gesetz, dass gleiche Ursachen
immer gleiche Ergebnisse bewirken. Dies bedeutet:
Diejenigen, die lernen, die Dinge in dieser bestimmten
Art zu tun, werden unfehlbar reich.
Die Richtigkeit der obigen Aussage wird durch die
nachstehenden Tatsachen bestätigt.
Reichwerden ist keine Frage der Umgebung, denn
wenn dies so wäre, würden alle Menschen in bestimmten
Nachbarschaften reich werden; die Menschen einer Stadt
wären alle reich, wogegen die Bewohner anderer Städte
alle arm wären, oder die Bewohner eines Staates würden
alle im Reichtum schwimmen, während die in einem
angrenzenden Staat alle in Armut lebten.
Wir sehen jedoch überall Arme und Reiche Seite an
Seite leben, nicht nur in derselben Umgebung, sondern
oft auch bei den gleichen Beschäftigungen. Wenn zwei
Männer am gleichen Ort wohnen und das gleiche
Geschäft führen, und wenn dann einer von ihnen reich
wird und der andere arm bleibt, zeigt das, dass
Reichwerden nicht hauptsächlich eine Frage der Umgebung
ist. Manche Umgebungen mögen günstiger sein als
andere; wenn aber zwei Personen in der gleichen
Geschäftsbranche arbeiten und in der gleichen
Nachbarschaft leben, und die eine Person wird reich,
während die andere scheitert, dann zeigt das klar, dass
das Reichwerden etwas damit zu tun hat, dass Dinge in
einer bestimmten Art getan wurden.
Die Fähigkeit, Dinge auf diese bestimmte Art zu tun,
hat nicht nur mit dem Besitz von Talent zu tun, denn

viele Menschen, die großes Talent haben, bleiben arm,
wogegen Menschen mit sehr viel weniger Talent reich
werden.
Bei der Betrachtung von Menschen, die reich
geworden sind, stellen wir fest, dass es sich in jeder
Beziehung um normale Menschen handelt, Menschen
also, die weder mehr Talent noch größere Fähigkeiten als
andere Menschen besitzen. Es ist offensichtlich, dass sie
nicht reich geworden sind, weil sie größere Talente und
Fähigkeiten besitzen als andere, sondern weil sie Dinge
in einer bestimmten Art tun.
Reichwerden hat nichts mit Sparen oder mit
Sparsamkeit zu tun; viele geizige Menschen sind arm,
während Menschen, die das Geld mit vollen Händen
ausgeben, reich werden.
Reichwerden hängt auch nicht damit zusammen, dass
wir Dinge tun, die sonst niemand tun will, denn zwei
Menschen in der gleichen Geschäftsbranche tun sehr
häufig fast die gleichen Dinge – einer davon wird reich,
während der andere arm bleibt oder geschäftlich
zugrunde geht.
Aus all diesen Dingen müssen wir die Folgerung
ziehen, dass Reichwerden damit zusammenhängt, dass
Dinge auf eine bestimmte Art getan werden.
Wenn also Reichwerden damit zusammenhängt, dass
Dinge in einer bestimmten Art getan werden, und wenn
gleiche Ursachen gleiche Wirkungen ergeben, dann muss
jeder Mensch, der die Dinge in dieser bestimmten Art tun
kann, reich werden. Die ganze Angelegenheit rückt damit
in den Bereich exakter Wissenschaft.
Hier kommt die Frage auf, ob diese bestimmte Art
nicht so schwierig ist, dass nur wenige ihr folgen
können. Wir haben schon festgestellt, dass das nicht
zutreffen kann, soweit natürliche Fähigkeiten betroffen
sind. Talentierte Menschen werden reich, ebenso wie
unbegabte; intellektuell brillante Menschen werden reich
und ebenso weniger intelligente Menschen; körperlich
starke Menschen werden reich und schwache und kranke
Menschen auch.
Natürlich muss die Fähigkeit zu denken in gewissem
Umfang vorhanden sein, aber was die natürlichen
Fähigkeiten betrifft, so können alle, die genug Verstand
besitzen, diese Worte zu lesen und zu verstehen, mit
Sicherheit reich werden.

Wir haben auch festgestellt, dass es keine Frage der
Umgebung ist. Der Ort hat zwar eine gewisse Bedeutung,
denn niemand würde mitten in die Sahara fahren und
dort erfolgreiche Geschäfte erwarten. Reichwerden
schließt notwendigerweise den Umgang mit Menschen
ein, also auch, dass wir dort sind, wo Menschen sind.
Und wenn diese Menschen dann auch noch in der Weise
mit Dir Geschäfte machen wollen, wie Du es gerne
möchtest, ist dies umso besser. Aber eine größere Rolle
spielt die Umgebung nicht.
Wenn irgend jemand in Deiner Stadt reich werden
kann, dann kannst Du es auch, und wenn irgend jemand in
Deinem Land reich werden kann, dann kannst Du das
ebenfalls.
Noch einmal: Es geht nicht darum, dass eine bestimmte
Geschäftsrichtung oder ein bestimmter Beruf
eingeschlagen werden muss. Menschen werden in jeder
Branche und in jedem Beruf reich, wogegen ihr Nachbar,
der den gleichen Beruf ausübt, arm bleiben kann.
Es ist natürlich wahr, dass Du in einem
Geschäftszweig, der Dir Freude macht und der Dir liegt,
am erfolgreichsten sein wirst. Und wenn Du bestimmte
Fähigkeiten hast, die gut ausgebildet sind, dann ist
natürlich jene Aufgabe für Dich am besten, in der Du
Deine besonderen Fähigkeiten anwenden kannst.
Du wirst natürlich am erfolgreichsten sein in einem
Geschäft, das den örtlichen Verhältnissen angepasst ist;
mit einer Eisdiele hast Du bessere Aussichten in einem
warmen Klima als in Grönland, und eine Lachsfischerei
ist sicherlich aussichtsreicher im Nordwesten der USA
als in Florida, wo es keinen Lachs gibt:
Aber neben diesen allgemeinen Einschränkungen hat
Reichwerden nichts damit zu tun, dass Du eine
bestimmte Geschäftsrichtung einschlägst, sondern vielmehr
damit, dass Du lernst, die Dinge in einer ganz
bestimmten Art zu tun. Wenn Du jetzt ein Geschäft hast
und die anderen Geschäftsleute in Deiner Stadt mit dem
gleichen Geschäft reich werden, Du jedoch nicht, dann
liegt das daran, dass Du die Dinge nicht in der gleichen
Art tust, wie dies die anderen Geschäftsleute tun.
Niemand wird am Reichwerden durch fehlendes
Kapital behindert. Es stimmt, wenn Kapital vorhanden
ist, geht es mit dem Ertrag schneller und leichter, aber
diejenigen, die Kapital besitzen, sind bereits reich und
brauchen nicht darüber nachzudenken, wie sie reich

werden können. Ganz gleich, wie arm Du sein magst,
wenn Du beginnst, die Dinge in der bestimmten Art zu
tun, wirst Du reich werden und Kapital haben. Die
Beschaffung von Kapital ist bereits ein Teil des
Vorgangs, reich zu werden, und es ist ein Teil des
Ergebnisses, das sich ausnahmslos zeigt, wenn Du Dinge
in der bestimmten Art tust. Du magst der ärmste Mensch
auf dem ganzen Kontinent sein und tief in Schulden
stecken. Selbst wenn Du weder Freunde, Einfluss noch
Rücklagen hast – sobald Du damit beginnst, Dinge in
dieser bestimmten Art zu tun, wirst Du unfehlbar den
ersten Schritt zu Reichtum tun, denn gleiche Ursachen
bewirken gleiche Ergebnisse. Wenn Du kein Kapital
hast, kannst Du Kapital bekommen; wenn Du die falsche
Arbeitsstelle hast, kannst Du die richtige finden; wenn
Du am falschen Ort bist, kannst Du an den richtigen
Platz gehen – und Du kannst in Deiner jetzigen Tätigkeit
und an Deinem jetzigen Platz beginnen, die Dinge in der
bestimmten Art zu tun, was Erfolg bewirken wird.
Merke:
Reichwerden ist keine Frage der Umgebung.
Reichwerden ist keine Frage der Talente.
Reichwerden hat nichts mit Sparen oder Sparsamkeit zu
tun.
Intellektuell brillante Menschen werden reich, und
weniger intelligente Menschen auch.
Körperlich starke Menschen werden reich, und schwache
und kranke Menschen auch.
Es ist ein natürliches Gesetz, dass gleiche Ursachen
immer gleiche Ergebnisse bewirken.
Wer Dinge auf eine bestimmte Art tut, ob absichtlich
oder unabsichtlich, wird reich.

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Kapitel 3
Kannst du günstige Gelegenheiten anziehen?
Du musst nicht arm bleiben, weil Dir günstige
Gelegenheiten weggenommen wurden, andere Leute ein
Monopol auf Reichtum hätten oder einen Zaun um ihren
Reichtum gebaut haben. Es mag sein, dass Du in
bestimmten Branchen keine Geschäfte tätigen kannst,
aber Dir stehen andere Kanäle offen.
Es ist wahr, dass Du wenig Chancen hast, Eigentümer
eines großen Stahlwerkes zu werden, wenn Du jetzt dort
als Arbeiter beschäftigt bist, aber es ist auch wahr, dass
Du nach Deinem Beginn, in einer bestimmten Art zu
handeln, bald Deine Anstellung verbessern oder das
Stahlwerk verlassen kannst.
Zu unterschiedlichen Zeiten wendet sich das Blatt der
Möglichkeiten in verschiedene Richtungen, den
Bedürfnissen des Ganzen entsprechend und gemäß der
besonderen Stufe der sozialen Evolution, die erreicht
wurde. Zum jetzigen Zeitpunkt wendet sich Amerika der
Landwirtschaft zu und den damit verbundenen Industrien
und Berufen. Heute haben Farmer größere Möglichkeiten
als Fabrikarbeiter. Es gibt viel bessere Möglichkeiten bei
der Herstellung landwirtschaftlicher Geräte und
Einrichtungen als für Fabriklieferanten oder für Experten
der Landwirtschaft, die mit den Farmern zusammenarbeiten,
viel mehr als für Experten, die der
arbeitenden Bevölkerung helfen wollen.
Es gibt eine Vielzahl von Gelegenheiten für Menschen,
die mit dem Strom schwimmen wollen, anstatt dagegen
anzuschwimmen.
So sind diejenigen, die in einer Fabrik arbeiten, weder
als Individuen noch als Klasse ihrer Möglichkeiten
beraubt. Die arbeitende Bevölkerung wird nicht von ihren
Herren untengehalten; sie wird nicht festgehalten durch
Konzerne und andere Kapitalgruppierungen. Als Klasse
gesehen, ist sie da, wo sie ist, weil sie Dinge nicht in einer
bestimmten Art tut. Wenn sich die arbeitende
Bevölkerung in Amerika entscheiden würde, dies zu tun,
könnte sie dem Beispiel ihrer Brüder und Schwestern in
Belgien und anderen Ländern folgen und große
Kaufhäuser und kooperative Industrien aufbauen; sie
könnte Leute aus ihren eigenen Reihen in Ämter einsetzen
und Gesetze verabschieden, die die Entwicklung solcher
kooperativer Industrien begünstigen, und in einigen

Jahren könnte sie ganz friedlich den industriellen Bereich
übernehmen.
Die arbeitende Klasse kann die herrschende Klasse
werden, wenn sie beginnt, die Dinge in einer bestimmten
Art zu tun; das Gesetz des Reichtums ist das gleiche für
sie wie für alle anderen. Und das muss sie lernen; sie
wird dort bleiben, wo sie ist, so lange sie tut, was sie tut.
Der einzelne Arbeiter wird nicht durch die Unwissenheit
oder die mentale Trägheit seiner Klasse behindert. Er
kann dem Strom der Möglichkeiten zu den Reichtümern
folgen. Dieses Buch zeigt ihm, wie er das tun kann.
Niemand wird durch einen Mangel an Reichtum in
Armut gehalten; es gibt mehr als genug für alle. Aus dem
Baumaterial der Vereinigten Staaten allein könnte ein
Palast in der Größe des Kapitols in Washington für jede
Familie auf Erden gebaut werden; und bei intensiver
Bebauung könnte dieses Land genug Wolle, Baumwolle,
Leinen und Seide hervorbringen, um jeden Menschen in
der Welt feiner als Salomon in all seiner Pracht zu
kleiden. Und es gibt auch Nahrungsmittel genug, um alle
Menschen auf das beste zu ernähren. Die sichtbaren
Vorräte sind praktisch unerschöpflich, und die
unsichtbaren Vorräte SIND wirklich unerschöpflich.
Alles, was wir auf Erden sehen, besteht aus der einen
Originalsubstanz, aus der alle Dinge hervorgehen.
Ständig werden neue Formen geschaffen, und ältere
Formen lösen sich auf; aber sie alle sind gebildet aus der
einen Substanz.
Dem Vorrat an formloser Grundsubstanz oder dem
Urstoff aller Dinge sind keine Grenzen gesetzt. Das
Universum besteht aus dieser Grundsubstanz, aber sie
wurde bei der Erschaffung des Universums nicht
aufgebraucht. Die Räume in und zwischen den Formen
dieses sichtbaren Universums sind ausgefüllt mit dieser
Grundsubstanz, diesem formlosen Stoff, diesem
Rohmaterial aller Dinge. Es könnte noch zehntausendmal
so viel wie bisher geschaffen werden, und doch würde
der Vorrat an dieser Grundsubstanz nicht erschöpft sein.
Niemand ist also arm, weil die Natur arm oder weil
nicht genug für alle da wäre. Die formlose Substanz
reagiert auf die Bedürfnisse der Menschen. Sie lässt uns
nicht ohne die guten Dinge.
Für die Menschen im allgemeinen gilt die folgende
Aussage: Die Menschheit als Gesamtheit betrachtet ist

immer im Übermaß reich, und wenn Individuen arm sind,
dann liegt das daran, weil sie der bestimmten Art, reich
zu werden, nicht folgen. Der formlose Stoff ist
intelligent. Es ist Stoff, der denkt. Er ist lebendig und
drängt ständig zu mehr Leben.
Es ist der natürliche und eingeborene Impuls des
Lebens, nach umfassenderem Ausdruck zu streben; es ist
das Wesen der Intelligenz, sich selbst auszudehnen, und
es ist das Wesen des Bewusstseins, seine Grenzen
auszuweiten und volle Entfaltung zu erfahren. Das
Universum der Formen wurde gebildet aus formloser,
lebendiger Substanz, die sich selbst in die Form ergoss,
um sich selbst in größerem Maße zum Ausdruck zu
bringen.
Das Universum ist eine große lebendige Gegenwart,
die sich ihrer Natur gemäß ständig zu mehr Leben und
ganzheitlicher Entfaltung hinbewegt.
Die Natur wird zum Fortschritt des Lebens geschaffen,
ihr zwingender Beweggrund ist die Steigerung des
Lebens. Aus diesem Grund steht alles reichlich zur Verfügung,
selbst das, was nur im entferntesten oder im
Ausnahmefall zu diesem Leben beitragen kann. Es gibt
keinen Mangel, es sei denn, Gott würde gegen sich selbst
arbeiten und so seine eigenen Werke zunichte machen.
Es ist nicht der Mangel an Reichtum, der Dich arm
bleiben lässt. Es ist eine Tatsache, dass die Quelle dieser
formlosen Vorräte allen Menschen zur Verfügung steht,
die in einer bestimmten Art handeln und denken. Dieses
Thema werde ich noch weiter ausführen.
Merke:
Alles, was wir auf Erden sehen, besteht aus der einen
Grundsubstanz, aus der alle Dinge hervorgehen.
Dem Vorrat an formloser Grundsubstanz oder dem Urstoff
aller Dinge sind keine Grenzen gesetzt.
Das Universum ist eine große lebendige Gegenwart, die sich
ihrer Naturgemäß ständig zu mehr Leben und ganzheitlicher
Entfaltung hinbewegt.

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Kapitel 4
Die erste Grundregel der Wissenschaft des
Reichwerdens
Gedanken sind die einzige Kraft, die aus der formlosen
Substanz greifbare Reichtümer bilden können. Der Stoff,
aus dem alle Dinge gemacht sind, ist eine denkende
Substanz, und der Gedanke an eine Form in dieser
Substanz bringt diese Form hervor.
Die Grundsubstanz bewegt sich in Richtung ihrer
Gedanken. Jede Form und jeder Vorgang, die wir in der
Natur sehen, ist sichtbarer Ausdruck eines Gedankens
der Originalsubstanz. Während die formlose Substanz
eine Form denkt, wird sie zu dieser Form; während sie
eine Bewegung denkt, macht sie diese Bewegung. Auf
diese Art und Weise wurden alle Dinge geschaffen. Wir
leben in einer Welt aus Gedanken, die Teil eines
Universums aus Gedanken ist.
Der Gedanke eines sich bewegenden Universums
breitete sich durch die formlose Substanz aus, und der
denkende Stoff bewegte sich gemäß diesem Gedanken,
nahm die Form der Planetensysteme an und hält diese
Form aufrecht. Denkende Substanz nimmt die Form ihres
Gedankens an und bewegt sich gemäß diesem Gedanken.
Während sie den Gedanken eines kreisenden Sonnen-
und Weltensystems denkt, nimmt sie die Form dieser
Körper an und bewegt sie nach ihren Gedanken. Bei dem
Gedanken an eine langsam wachsende Eiche bewegt sie
sich entsprechend und bildet den Baum, obgleich
Jahrhunderte dazu erforderlich sein mögen. Bei der
Schöpfung bewegt sich das Formlose gemäß den Bewegungsrichtlinien,
die es selbst erstellt hat. Der Gedanke
an eine Eiche bewirkt nicht augenblickliche Schöpfung
eines ausgewachsenen Baumes, aber es beginnt die
Bewegung der Kräfte, die den Baum den erstellten
Wachstumsrichtlinien gemäß wachsen lassen.
Jeder Gedanke einer Form, der in der denkenden
Substanz getragen wird, bewirkt die Erschaffung dieser
Form, aber immer, oder doch üblicherweise, gemäß den
Richtlinien des Wachstums und der Bewegung, die
bereits festgelegt sind.
Wenn wir der formlosen Substanz den Gedanken eines
Hauses einer bestimmten Bauart einprägen, dann mag
zwar nicht die sofortige Errichtung des Hauses die Folge
sein, aber der Gedanke könnte verursachen, dass die

kreativen Energien, die bereits im Handel und in der
Wirtschaft tätig sind, in solche Kanäle geleitet werden,
dass ein schnelles Bauen des Hauses bewirkt wird. Und
wenn es keine bestehenden Kanäle gäbe, durch die die
kreative Energie wirken könnte, dann würde das Haus direkt
aus der Ursubstanz geformt werden, ohne dass auf
die langsamen Prozesse der organischen und
anorganischen Welt gewartet würde.
Der formlosen Substanz kann keine Gedankenform
eingeprägt werden, ohne dass diese Form auch
geschaffen wird.
Der Mensch ist ein Gedankenzentrum und kann
Gedanken erzeugen. Alle Formen, die Menschen mit
ihren Händen bilden, müssen zuerst in ihren Gedanken
bestehen; sie können keine Form schaffen, die sie sich
nicht vorher ausgedacht haben.
Bis jetzt haben die Menschen ihre Bemühungen
vorwiegend auf die Arbeit ihrer Hände beschränkt; sie
haben manuelle auf die Welt der Formen eingewirkt, mit
dem Wunsch, bereits bestehende Formen zu verändern
oder umzuwandeln. Sie haben kaum daran gedacht, die
Erschaffung neuer Formen zu verursachen, indem sie der
formlosen Substanz ihre Gedanken einprägten.
enn wir eine Gedankenform haben, dann nehmen wir
Material aus den Formen der Natur und bilden ein
Abbild der Form, die wir in unseren Gedanken tragen.
Wir haben uns bisher wenig oder gar keine Mühe
gegeben, mit dieser formlosen Intelligenz zu
kooperieren, mit der Schöpfung zusammenzuarbeiten.
Wir haben nicht davon geträumt, das zu tun, was wir die
Schöpfung tun sahen. Wir verändern die bestehenden
Formen durch manuelle Arbeit. Wir haben bisher der
Frage keine Aufmerksamkeit gewidmet, ob wir nicht aus
der formlosen Substanz durch Verbindung unserer Gedanken
mit ihr Dinge hervorbringen können. Wir
schlagen vor, den Beweis zu erbringen, dass dies
möglich ist, dass jeder Mensch dies tun kann, und wir
zeigen auch wie. Als ersten Schritt müssen wir drei fundamentale
Lehrsätze darlegen.
Erstens: Wir erklären, dass es einen ursprünglichen
formlosen Stoff oder eine Substanz gibt, aus der alle
Dinge gemacht sind. Alle scheinbar verschiedenen
Elemente sind lediglich unterschiedliche Ausdrucksarten
des einen Elements; all die verschiedenen Formen, die
wir in der organischen und anorganischen Natur finden,

sind nur verschiedene Formen, die jedoch aus dem
gleichen Stoff bestehen. Und dieser Stoff ist denkender
Stoff. Ein Gedanke, der darin gehalten wird, bringt die
Form des Gedankens hervor. Der Gedanke in der
denkenden Substanz bildet Formen. Der Mensch als ein
Gedankenzentrum ist zu ursprünglichen Gedanken fähig.
Wenn die Menschen ihre Gedanken der ursprünglichen
denkenden Substanz mitteilen können, dann können sie
die Erschaffung, die Bildung des Dinges verursachen, an
das sie denken. Zusammengefasst:
Es gibt einen denkenden Stoff; aus dem alle Dinge
gemacht sind, und der in seinem ursprünglichen
Zustand die Räume des Universums durchdringt,
erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet,
bringt das Ding hervor, das durch den Gedanken
geprägt wird.
Die Menschen können Dinge in ihren Gedanken
formen, und wenn sie diesen Gedanken der formlosen
Substanz einprägen, können sie die Entstehung des
Dinges, an das sie denken, verursachen.
Du magst Dich fragen, ob ich diese Aussage auch
beweisen kann. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, ist meine
Antwort die, dass ich das tun kann, sowohl durch Logik
als auch durch Erfahrung. Wenn ich noch hinter das
Phänomen Form und Gedanke zurückgehe, dann komme
ich zu der einen ursprünglichen, denkenden Substanz,
und wenn ich von dieser denkenden Substanz ausgehe,
dann komme ich zu der Kraft der Menschen, die
Erschaffung des Dinges zu verursachen, an das sie
denken.
Durch Experimente erweist sich die Folgerung als
richtig, und dies ist mein stärkster Beweis.
Wenn auch nur ein Mensch, der dies Buch liest, reich
wird, weil er das tut, was es ihm rät, ist das schon ein
Beweis für meine Behauptung; wenn aber alle Menschen
das tun, was ihnen hier geraten wird, und reich werden,
dann ist das der wirkliche Beweis, so lange bis jemand
diesen Vorschlägen folgt und versagt. Diese Theorie ist
wahr, so lange das Verfahren Erfolg zeitigt; und dieses
Verfahren wird nicht versagen, denn Menschen, die sich
genau an die Anweisungen in diesem Buch halten,
werden reich.

Ich habe gesagt, dass Menschen reich werden, weil sie
Dinge in einer ganz bestimmten Art tun. Damit dies
möglich ist, müssen die Menschen befähigt werden, in
einer bestimmten Weise zu denken. Die Art, wie ein
Mensch Dinge tut, ist das direkte Ergebnis dessen, wie ein
Mensch über Dinge denkt:
Um die Dinge in einer Art und Weise zu tun, wie Du
sie tun willst, musst Du Dir die Fähigkeit aneignen, so zu
denken, wie Du denken möchtest; dies ist der erste Schritt
in Richtung Reichwerden.
Zu denken, was Du denken möchtest, unabhängig von
äußeren Erscheinungen, bedeutet, allein auf der
Grundlage der Wahrheit zu denken.
Alle Menschen haben die natürliche und angeborene
Fähigkeit zu denken, was sie denken möchten. Aber dies
erfordert weitaus mehr Anstrengung als die Gedanken zu
denken, die durch äußere Erscheinungen nahegelegt
werden. Auf der Grundlage von Äußerlichkeiten zu
denken ist leicht, an Wahrheit zu denken, trotz aller
äußerlichen Erscheinungen, ist schwer und erfordert mehr
Kraftaufwand als jede sonstige Arbeit, die Menschen
auszuführen haben.
Es gibt keine Arbeit, vor der die Menschen mehr
zurückschrecken als der, Gedanken ständig und
ausdauernd aufrecht zu halten. Es ist die schwerste Arbeit
der Welt. Dies stimmt besonders dann, wenn die Wahrheit
gegensätzlich zu den Erscheinungen ist. Jede Erscheinung
in der sichtbaren Welt neigt dazu, eine entsprechende
Form im Gemüt dessen zu bilden, der diese Erscheinung
beobachtet. Dies kann nur verhindert werden, wenn der
Gedanke an die WAHRHEIT festgehalten wird.
»Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit
wird Euch frei machen.« (Johannes 8:32)
Wenn auf die Erscheinung einer Krankheit geschaut
wird, dann ist zunächst im eigenen Gemüt und
schließlich im eigenen Körper diese Krankheit sichtbar,
wenn dem nicht der Gedanke der Wahrheit entgegensteht,
dass Krankheit kein Ding an sich ist, dass dies nur
eine Erscheinung ist und in Wirklichkeit nur Gesundheit
besteht.
Schaust Du auf Armut, dann wird dadurch das Bild der
Armut in Deinem Gemüt geformt, wenn Du dieser
Erscheinung nicht das Bild der Wahrheit

gegenüberstellst, dass es in Wahrheit keine Armut gibt,
sondern nur Überfluss herrscht.
Es erfordert Kraft, inmitten der Erscheinung von
Krankheit an Gesundheit zu denken; inmitten der
Erscheinung von Armut an Reichtum zu denken. Wer
sich aber diese Kraft aneignet, entwickelt ein Meisterbewusstsein.
Dann hast Du das Schicksal überwunden und
kannst haben, was Du haben möchtest. Diese Kraft
kannst Du Dir nur aneignen, wenn Du die grundlegende
Tatsache hinter. allen Erscheinungsformen erkennst.
Tatsache ist, dass es eine denkende Substanz gibt, aus
der und durch die alle Dinge gemacht werden.
Dann müssen wir die Wahrheit begreifen, dass jeder
Gedanke, den wir in diese Substanz hineingeben, zur
Form wird. Die Menschen können dieser Substanz ihre
Gedanken so einprägen, dass der Gedanke Form
annimmt und zu sichtbaren Dingen wird.
Wenn wir das erkennen, verlieren wir allen Zweifel,
alle Furcht, denn wir wissen, dass wir alles schaffen
können, was wir schaffen möchten; wir können haben,
was wir haben möchten; wir können werden, was wir
werden möchten. Als ersten Schritt zum Reichwerden
halte Dich an die drei fundamentalen Lehrsätze, die
bereits an anderer Stelle in diesem Kapitel erwähnt
wurden, aber ich möchte sie noch einmal wiederholen,
um ihre Wichtigkeit zu betonen:
Es gibt einen denkenden Stoff, aus dem alle Dinge
gemacht sind, und der in seinem ursprünglichen
Zustand die Räume des Universums durchdringt,
erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet,
bringt das Ding hervor, das durch den Gedanken
eingeprägt wird.
Die Menschen können Dinge in ihren Gedanken
formen, und wenn sie diese Gedanken der formlosen
Substanz einprägen, können sie die Entstehung des
Dinges, an das sie denken, verursachen.
Außer dieser monistischen musst Du alle anderen
Vorstellungen des Universums aufgeben. In dieser
Vorstellung musst Du verweilen, bis Dein Gemüt sie
völlig aufgenommen hat und sie zu einem gewohnheitsmäßigen
Gedanken geworden ist. Lies diese
Glaubensaussagen immer und immer wieder, halte jedes

Wort in Deinem Gedächtnis und meditiere darüber, bis
Du ganz fest glaubst, was sie sagen. Wenn ein Zweifel in
Dir aufsteigt, verwirf ihn. Höre nicht auf Argumente, die
gegen diese Idee sprechen. Besuche weder eine Kirche
noch irgendwelche Vorträge; in denen eine gegenteilige
Vorstellung dieser Dinge gelehrt oder gepredigt wird.
Lies weder Magazine noch Bücher, die eine andere
Vorstellung lehren, denn wenn Dein Glauben verwirrt
ist, dann sind alle Deine Bemühungen vergebens.
Frage Dich nicht, warum diese Dinge wahr sind.
Spekuliere auch nicht darüber, wieso sie wahr sein
könnten. Nimm sie ganz einfach als wahr an.
Die WISSENSCHAFT DES REICHWERDENS beginnt
mit der absoluten Annahme dieser Gesetzmäßigkeiten.
Merke:
Gedanken sind die einzige Kraft, die aus der formlosen
Substanz greifbare Reichtümer bilden können.
Denkende Substanz nimmt die Form ihres Gedankens an
und bewegt sich gemäß diesem Gedanken.
Bei der Schöpfung bewegt sich das Formlose gemäß den
Bewegungsrichtlinien, die es selbst erstellt hat.
Wir haben uns bisher wenig oder gar keine Mühe
gegeben, mit der formlosen Intelligenz zu kooperieren,
mit der Schöpfung zusammenzuarbeiten.
Die Art, wie ein Mensch etwas tut, ist das direkte
Ergebnis dessen, wie ein Mensch über Dinge denkt.
Es erfordert Kraft, inmitten der Erscheinung von Armut
an Reichtum zu denken. Wer sich aber diese Kraft
aneignet, entwickelt ein Meisterbewusstsein

Kapitel 5
Wachstum des Lebens
Du musst jetzt auch noch den letzten Rest der alten
Vorstellung aufgeben, dass es eine Gottheit gäbe; deren
Wille es sei, dass Du arm sein solltest, oder deren
Zwecken dadurch gedient wäre, wenn Du in Armut
bleiben würdest.
Dieses intelligente Sein, das alles ist, in allem ist, in
allem lebt und in Dir lebt, ist eine bewusst lebende
Substanz. Als bewusst lebende Substanz muss sie wie
jede lebende Intelligenz den natürlichen und inneren
Wunsch nach Wachstum des Lebens besitzen. Jedes
lebende Wesen muss ständig nach Erweiterung seines
Lebensausdrucks streben, weil sich das Leben allein
durch die eingeborene Wirksamkeit ausdehnen muss.
Ein Samenkorn, das in die Erde fallengelassen wird,
geht in Tätigkeit über und allein dadurch, dass es lebt,
bildet es hundert weitere Samenkörner. Das Leben
vervielfacht sich selbst, indem es lebt. Es vervielfältigt
sich ohne Unterlass, und muss dies tun, wenn es
weiterhin lebt.
Auch die Intelligenz unterliegt der gleichen
Notwendigkeit ständigen Wachstums. Jeder Gedanke,
den wir denken, macht es erforderlich, dass wir einen
weiteren Gedanken denken; das Bewusstsein dehnt sich
fortwährend aus. Jede Tatsache, die wir lernen, führt
dazu, dass wir eine weitere Tatsache lernen; das Wissen
dehnt sich ständig weiter aus. Jede Fähigkeit, die wir
kultivieren, fördert den Wunsch nach der Entfaltung
einer weiteren Fähigkeit; wir unterliegen dem Drang des
Lebens, sich zum Ausdruck zu bringen, was uns dazu
anspornt, mehr zu wissen, mehr zu tun und mehr zu sein.
Um mehr zu wissen, mehr zu tun und mehr zu sein,
müssen wir mehr haben. Wir müssen Dinge zu unserer
Verwendung haben, denn wir lernen, tun und dehnen uns
nur durch die Verwendung von Dingen aus. Wir müssen
reich werden, so dass wir dem Leben größeren Ausdruck
geben können.
Der Wunsch nach Reichtum ist einfach die Fähigkeit
zu größerem Lebensausdruck, der nach Erfüllung drängt.
Jeder Wunsch stellt das Bemühen einer unausgedrückten
Möglichkeit nach Verwirklichung. dar. Die Ursache
unseres Wunsches ist die Lebensenergie, die sich
manifestieren möchte. Das, was Dich den Wunsch nach
mehr Geld verspüren lässt, ist das gleiche, was die

Pflanzen wachsen lässt, es ist das Leben, das nach
größerem Ausdruck strebt.
Die eine lebende Substanz muss dem Gesetz des
Lebens eingeboren sein. Sie ist beseelt von dem Wunsch
nach größerem Lebensausdruck. Darum unterliegt sie der
Notwendigkeit, Dinge zu schaffen.
Die eine lebende Substanz möchte mehr in Dir leben.
Daher möchte sie, dass Du alle Dinge hast, die Du
brauchen kannst.
Es ist Gottes Wunsch, dass Du reich wirst, weil er sich
besser durch Dich ausdrücken kann, wenn Du genügend
Dinge zu Deiner Verwendung und zur Verfügung hast,
um ihn zum Ausdruck zu bringen. Er kann besser in Dir
leben, wenn Du unbeschränkte Verfügung über die Dinge
des Lebens hast.
Das Universum wünscht, dass Du alles hast, was Du
zum freien Ausdruck brauchst.
Die Natur ist Deinen Plänen freundlich gestimmt.
Alles steht Dir auf natürliche Weise zur Verfügung.
Entschließe Dich, diese Wahrheit zu akzeptieren.
Es ist jedoch Voraussetzung, dass Deine Ziele mit
den Zielen des Ganzen harmonieren.
Du musst das wirkliche Leben wollen, nicht nur das
Vergnügen oder sinnliche Befriedigung. Leben bedeutet
die Erfüllung von Aufgaben. Menschen leben nur dann
wirklich, wenn sie alle Aufgaben erfüllen, zu deren
Erfüllung sie fähig sind: die physischen, mentalen und
spirituellen, ohne eine davon zu übertreiben oder zu
vernachlässigen.
Du willst nicht reich werden, um tierisch zu leben, zur
Befriedigung animalischer Wünsche. Das macht das
Leben nicht aus. Aber die Funktion aller physischen
Vorgänge ist ein Teil des Lebens, und Du lebst nicht
vollständig, wenn Du den Impulsen Deines Körpers
einen normalen und gesunden Ausdruck verweigerst.
Du willst auch nicht reich werden, nur um mentale
Vergnügen zu erfahren, Wissen zu erlangen, Ehrgeiz zu
befriedigen, andere zu überragen oder um berühmt zu
sein. All diese Dinge sind legitimer Bestandteil des
Lebens; aber Menschen, die nur zur Befriedigung dieser
Bedürfnisse leben, führen nur ein Teilleben und werden
niemals ganz mit ihrem Leben zufrieden sein.
Du willst auch nicht reich werden, nur um Deinem
Nächsten Gutes zu tun, um Dich an die Rettung der

Menschheit zu verlieren, um das Vergnügen des
Philantropen und des Aufopfernden zu erfahren. Diese
Freuden machen nur einen Teil des Lebens aus. Sie sind
nicht nobler oder besser als irgendein anderer Teil des
Lebens.
Du möchtest reich werden, damit Du essen, trinken
und Dich freuen kannst, wenn die Zeit für diese Dinge da
ist, damit Du Dich mit wunderschönen Dingen umgeben,
ferne Länder sehen und Dein Gemüt nähren und Deinen
Intellekt entwickeln kannst. Du möchtest reich werden,
damit Deine Liebe freier zum Ausdruck kommen kann,
damit Du freundliche Dinge tun kannst und in der Lage
bist, bei der Suche der Menschheit nach Wahrheit
mitzuwirken.
Aber bedenke, dass ausgeprägter Altruismus nicht
besser oder nobler ist als ausgeprägter Egoismus.
Lass die Vorstellung los, Gott könnte wünschen, dass
Du Dich für andere opferst oder dass Du Dir seine Gunst
sichern kannst, wenn Du das tust. Gott fordert nichts in
dieser Art.
Was er möchte, ist, dass Du soviel aus Dir selbst
machst, wie möglich ist, zu Deinem eigenen Wohl und
zum Wohl der anderen. Und Du kannst anderen dadurch
besser als auf jede andere Weise helfen, indem Du das
Beste aus Dir machst. Du kannst aber nur das Beste aus
Dir machen, wenn Du reich wirst, deshalb ist es recht
und lobenswert, dass Du Deine ersten und besten
Gedanken der Arbeit zur Erlangung von Reichtum
widmest.
Bedenke jedoch, dass der Wunsch der Lebenskraft
nach besserem Ausdruck in allen ist und ihre Bewegung
muss mehr Leben für alle bedeuten. Sie kann nicht dazu
gebracht werden, für irgend jemanden oder irgend etwas
weniger Leben zu sein, da sie in gleicher Weise in allem
ist und Reichtum und Leben auszudrücken wünscht.
Die intelligente Substanz wird Dinge für Dich
schaffen, aber sie wird anderen nichts wegnehmen, um es
Dir zu geben.
Du musst den Gedanken der Konkurrenz aufgeben. Du
sollst neu schaffen und nicht um das bereits Geschaffene
wettstreiten.
Du brauchst niemandem etwas wegzunehmen.
Du brauchst auch nicht rücksichtslos Deine Vorteile
zu wahren.

Du brauchst nicht zu betrügen oder jemanden zu
übervorteilen. Du brauchst niemanden für Dich arbeiten
zu lassen für weniger, als die Arbeit wert ist.
Du brauchst nicht das Eigentum anderer zu begehren
oder es mit neidischen Augen zu betrachten. Niemand
besitzt etwas, was Du nicht auch haben könntest, ohne
dass Du es anderen fortnimmst.
Werde schöpferisch tätig, nicht konkurrierend. Du
bekommst, was Du möchtest, aber in einer solchen Art
und Weise, dass, wenn Du es bekommst, alle mehr
besitzen als vorher.
Mir ist klar, dass es Menschen gibt, die zu sehr viel
Geld kommen, obwohl sie sich im direkten Gegensatz zu
den Aussagen im obigen Absatz verhalten, und ich
möchte hier einige Worte der Erklärung anfügen.
Menschen der kapitalistischen Art, die sehr reich werden,
tun dies manchmal lediglich aufgrund ihrer
außerordentlichen Fähigkeiten auf der Ebene des
Wettstreits. Manchmal verbinden sie sich unbewusst mit
den großen Zielen der Substanz in Richtung allgemeiner
menschlicher Entwicklung durch wirtschaftliche
Evolution. Rockefeller, Carnegie, Morgan etc. waren die
unbewussten Mittelsleute des Höchsten, die die
notwendigen Arbeiten des Systematisierens und
Organisierens in der fertigenden Industrie veranlassten,
und letztlich trägt ihre Arbeit in hohem Maße zu gesteigerter
Lebensqualität für alle bei. Ihre Tage sind beinahe
vorüber; sie haben die Fertigung organisiert und bald
folgen ihnen die Leute als Mittler der Menge, die die
Maschinerie der Verteilung organisieren.
Die Multimillionäre sind wie die Monsterreptilien der
Vorzeiten. Sie spielen eine wichtige Rolle im
evolutionären Prozess, aber dieselbe Kraft, die sie
hervorbrachte, schafft sie auch wieder ab. Und es ist
ganz gut, wenn wir in Erinnerung behalten, dass sie
niemals wirklich reich gewesen sind. Berichte über das
Privatleben der meisten Menschen dieser Klasse zeigen,
dass sie in Wirklichkeit unglücklich waren.
Reichtümer, die durch Konkurrenzkampf erzielt
wurden, sind niemals befriedigend oder von Dauer. Sie
gehören heute Dir und morgen jemand anderem. Denke
daran: Wenn Du auf wissenschaftliche und auf
konstruktive Art reich werden willst, musst Du Dich
völlig über das Konkurrenzdenken erheben. Du darfst

nicht einen Augenblick daran denken, dass der Vorrat
begrenzt ist. Sobald Du daran zu denken beginnst, dass
alles Geld von Banken und ähnlichen Einrichtungen
vereinnahmt und kontrolliert wird und dass Du Dich
anstrengen musst, um Gesetze durchzubringen, die
diesen Vorgang beenden usw., dann verfällst Du dem
Konkurrenzdenken, und Deine Kraft, Dinge in die
Erscheinung zu bringen, ist für eine Weile verloren. Und,
was noch schlimmer ist, Du fesselst wahrscheinlich die
kreativen Bewegungen, die Du bereits eingeleitet hast.
Schau niemals auf die sichtbaren Vorräte. Schau
immer auf die grenzenlosen Reichtümer der formlosen
Substanz und WISSE, dass sie zu Dir kommen, so
schnell wie Du sie annehmen und verwenden kannst.
Niemand, der die sichtbaren Vorräte mit Beschlag belegt,
kann verhindern, dass Du bekommst, was Dir zusteht.
Deshalb gestatte Dir nicht einen Augenblick lang zu
denken, dass die besten Baugrundstücke schon verkauft
sind, bevor Du bereit bist, Dein Haus zu bauen, und Du
Dich deshalb beeilen müsstest. Sorge Dich niemals
wegen der Konzerne und Gesellschaften aus der
Befürchtung heraus, sie könnten bald die ganze Erde
besitzen. Sei niemals ängstlich, dass Du verpasst, was Du
möchtest, bloß weil jemand anderes Dir zuvorkommt.
Das kann niemals geschehen. Du suchst nichts, das schon
jemandem gehört. Du verursachst, dass das, was Du
möchtest, aus der formlosen Substanz geschaffen wird,
und die formlose Substanz ist grenzenlos. Halte Dich an
diese Aussage:
Es gibt einen denkenden Stoff, aus dem alle Dinge gemacht
sind, und der in seinem ursprünglichen Zustand die
Räume des Universums durchdringt, erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet, bringt
das Ding hervor, das durch den Gedanken geprägt wird.
Die Menschen können Dinge in ihren Gedanken formen,
und wenn sie diese Gedanken der formlosen Substanz
einprägen, können sie die Entstehung des Dinges, an das
sie denken, verursachen.

Merke:
Das Universum wünscht, dass Du alles hast, was Du zum
freien Ausdruck brauchst.
Du musst das wirkliche Leben wollen, nicht nur das
Vergnügen oder sinnliche Befriedigung. Leben bedeutet
die Erfüllung von Aufgaben.
Die intelligente Substanz wird Dinge für Dich schaffen,
und sie wird anderen nichts wegnehmen, um es Dir zu
geben.
Werde schöpferisch tätig, nicht konkurrierend.

Kapitel 6
Wie Reichtümer zu Dir kommen
Wenn ich sage, dass Du nicht zäh um den Preis feilschen
und nicht rücksichtslos Deinen Vorteil wahren sollst,
meine ich nicht, dass Du überhaupt nicht auf Deinen
Vorteil bedacht sein solltest oder dass Du über der
Notwendigkeit stehst, Dich überhaupt mit Deinen
Mitmenschen auseinander zu setzen. Ich meine, dass Du
fair mit ihnen umgehen solltest. Du brauchst nicht etwas
für nichts zu bekommen, sondern Du kannst allen mehr
geben, als Du von ihnen bekommst.
Du kannst nicht jedem Menschen mehr an Geldwert
geben, als Du von ihm annimmst. Aber Du kannst ihm
einen größeren Nutzwert geben als die Sache in Geld
wert ist, das Du von ihm dafür annimmst. Papier,
Druckerschwärze und andere Materialien dieses Buches
mögen das Geld nicht wert sein, das Du dafür bezahlt
hast, wenn aber die hierin vorgeschlagenen Ideen Dir
Tausende von Dollar oder D-Mark einbringen, dann ist
Dir kein Unrecht geschehen durch die, die Dir das Buch
verkauft haben. Sie haben Dir einen größeren Nutzwert
bei gleichzeitig geringerem Geldwert gegeben.
Wenn Du Dich von der Konkurrenzebene zur
schöpferischen Ebene erhebst, kannst Du Deine
geschäftlichen Transaktionen kritisch untersuchen. Wenn
Du irgend jemandem irgend etwas verkaufst und es trägt
nicht dazu bei, sein Leben im Austausch für das, was er
Dir gibt, reicher zu machen, dann kannst Du es Dir
leisten, damit aufzuhören. Du brauchst im Geschäft
niemanden zu schädigen. Und wenn Du eine Arbeit tust
oder Dinge verkaufst, die irgend jemandem schaden,
dann beende dies sofort.
Gib allen Menschen mehr an Nutzwert, als Du von
ihnen an Geldwert erhältst, dann trägst Du mit jeder
geschäftlichen Transaktion zur Bereicherung des Lebens
in der Welt bei.
Wenn Menschen für Dich arbeiten, dann musst Du
durch sie einen höheren Geldwert erhalten, als Du ihnen
an Lohn oder Gehalt bezahlst. Aber Du kannst Dein
Geschäft so organisieren, dass es vom Gesetz des Fortschritts
erfüllt ist, so dass alle Beschäftigten, die dies
möchten, an jedem Tag ein klein wenig weiterkommen
können.

Du kannst dafür sorgen, dass Deine Beschäftigten aus
der Arbeit für Dich so viel Gewinn ziehen wie Du aus
diesem Buch. Du kannst Deine Geschäfte so führen, dass
sie als eine Art Leiter angesehen werden können, auf der
alle Beschäftigten, die sich die Mühe machen, selbst zu
Reichtümern gelangen können. Wenn sie die Chance haben
und sie nicht nutzen, ist es nicht Deine Schuld.
Obwohl Du nun die Erschaffung Deiner Reichtümer
aus der formlosen Substanz, die Deine gesamte
Umgebung durchdringt, bewirken sollst, kannst Du
daraus nicht ableiten, dass sie direkt aus der Atmosphäre
geformt werden und sich vor Deinen Augen
materialisieren.
Wenn Du zum Beispiel eine Nähmaschine haben
möchtest, heißt das nicht, dass Du der formlosen
Substanz die Vorstellung einer Nähmaschine so lange
einprägen sollst, bis die Maschine ohne menschliches
Zutun in dem Raum, in dem Du sitzt oder sonst wo,
geformt wird. Wenn Du aber eine Nähmaschine haben
möchtest, dann halte die mentale Vorstellung dieser
Maschine mit der größtmöglichen Sicherheit, dass sie
entweder gebaut wird oder sich schon auf dem Weg zu
Dir befindet. Wenn Du den Gedanken einmal gefasst
hast, habe den festen und unzweifelhaften Glauben, dass
die Nähmaschine auf dem Weg zu Dir ist. Denke niemals
in einer anderen Art und Weise darüber nach oder sprich
niemals anders darüber, als dass sie auf dem Weg zu Dir
ist. Beanspruche sie schon als Deinen Besitz. Sie kommt
zu Dir durch die Kraft der höchsten Intelligenz, die auf
die Gedanken der Menschen wirkt. Wenn Du in Maine
lebst, kann es sein, dass ein Mensch aus Texas oder
Japan in eine Transaktion einbezogen wird, die bewirkt,
dass Du bekommst, was Du haben möchtest.
Wenn dies der Fall ist, dann ist die ganze
Angelegenheit sowohl zum Vorteil dieses Menschen als
auch zu Deinem eigenen Vorteil.
Denke immer daran, dass die denkende Substanz durch
alles und in allem wirkt, mit allem in Verbindung steht
und alles beeinflussen kann. Der Wunsch der denkenden
Substanz nach mehr Lebensausdruck und besseren
Lebensbedingungen hat die Fertigung aller bisherigen
Nähmaschinen bewirkt, und sie kann dafür sorgen, dass
noch Millionen weitere Nähmaschinen entstehen, und tut
dies auch, wenn Menschen dies durch ihre

Wunschvorstellung oder ihren Glauben herbeiführen und
in einer bestimmten Weise handeln.
Du kannst mit Sicherheit eine Nähmaschine in Deinem
Heim und mit der gleichen Sicherheit andere Dinge
haben, die Du Dir wünschst und die Du zur Verbesserung
Deines eigenen Lebens und des Lebens von anderen
brauchst. Du brauchst nicht zu zögern, nach großen
Dingen zu fragen: »Es ist die Freude des Vaters, seinen
Kindern das Himmelreich zu geben«, sagt Jesus. (Lukas
12:32)
Die Ursubstanz möchte durch Dich zum vollen
Ausdruck gelangen und möchte, dass Du alles hast, was
Du für ein Leben in Fülle gebrauchen willst und kannst.
Wenn Du Deinem Bewusstsein die Tatsache einprägen
kannst, dass Dein Wunsch nach Besitztümern von
Reichtum identisch ist mit dem Wunsch der Allmacht
nach vollständigerem Ausdruck, dann wird Dein Glaube
unüberwindlich.
Ich sah einmal einen kleinen Jungen an einem Klavier
sitzen, der sich vergeblich bemühte, den Tasten
harmonische Klänge zu entlocken. Er war traurig und
fühlte sich durch seine Unfähigkeit herausgefordert,
wirkliche Musik hervorzubringen. Ich fragte nach dem
Grund für seinen Verdruss, und er antwortete: »Ich fühle
die Musik in mir, aber ich kann sie nicht richtig mit meinen
Händen spielen. « Die Musik in ihm war der DRANG
der Grundsubstanz, die alle Möglichkeiten des Lebens
umfasst; alles, was es an Musik gibt, wollte durch dieses
Kind zum Ausdruck gebracht werden.
Gott, die eine Substanz, versucht, durch die
Menschheit zu leben, zu wirken und das Leben zu
genießen. Dies ist Gottes Wille: »Ich wünsche mir Hände,
mit denen ich wundervolle Dinge bauen, durch die ich
göttliche Harmonien spielen und großartige Gemälde
malen kann. Ich brauche Füße, die meine Aufträge
ausführen; Augen, die meine Schönheit sehen; Zungen,
die die mächtige Wahrheit verkünden, wunderschöne
Lieder singen«.
Alles, was es an Möglichkeiten gibt, möchte sich durch
Menschen ausdrücken. Gott möchte, dass die
Musikbegabten auch Klaviere oder sonstige Instrumente
sowie Mittel haben, ihre Talente bis zur Höchstform
auszubilden. Er möchte, dass die Menschen, die Schönheit
schätzen, sich mit den schönen Dingen des Lebens
umgeben können. Er möchte, dass diejenigen, die die

Wahrheit erkennen können, auch jede Möglichkeit haben,
zu reisen und zu beobachten. Er möchte, dass diejenigen,
die schöne Kleider zu schätzen wissen, wunderschön
gekleidet sind, und dass jene, die gute Nahrung zu
schätzen wissen, sich köstlich ernähren.
All diese Dinge möchte ER, weil ER es selbst ist, der
sich an diesen Dingen erfreut und sie zu schätzen weiß; es
ist Gott, der spielen und singen, Schönheit genießen, die
Wahrheit verkünden, feine Kleider tragen und gute
Nahrung essen möchte.
»Es ist Gott, der in Euch wirkt, in Euch will und in
Euch tut«, sagt Paulus.
Dein Wunsch nach Reichtümern ist der Wunsch des
Unendlichen, der sich durch Dich ebenso wie in dem
kleinen Jungen mit dem Klavier zum Ausdruck bringen
möchte.
Du brauchst deshalb nicht zu zögern, in hohem Maße
etwas zu wünschen.
Es ist Deine Aufgabe, Dich darauf einzustellen, Gottes
Wünsche zum Ausdruck zu bringen.
Dies ist für die meisten Menschen schwierig. Sie
halten irgendwie an der alten Vorstellung fest, dass Gott
Armut und Selbstaufgabe gefällig sei. Sie sehen Armut
als Teil eines Plans an, eine Notwendigkeit der Natur.
Sie haben die Vorstellung, dass Gott seine Arbeit
beendet hat, dass er alles gemacht hat, so gut es ging,
und dass die Mehrzahl der Menschen arm bleiben muss,
weil nicht genügend für alle da sei. Sie halten so viele
dieser falschen Gedanken fest, wodurch sie sich
schämen, nach Reichtum zu verlangen. Sie versuchen,
mit sehr wenig auszukommen, gerade genug zu haben,
um einigermaßen bequem zu leben.
Mir fällt hierzu die Geschichte eines Studenten ein,
dem gesagt wurde, er müsse in seiner Vorstellung ein
klares Bild von dem haben, was er sich wünsche, so dass
die schöpferischen Gedanken auf die formlose Substanz
entsprechend einwirken können. Er war ein sehr armer
Mensch. Er lebte in einem gemieteten Haus und besaß
nur das, was er durch gelegentliche Arbeiten verdiente,
und er konnte die Tatsache nicht fassen, dass ihm aller
Reichtum zustand. Nachdem er nun die Sache überdacht
hatte, entschied er, dass er vernünftigerweise um einem
neuen Teppich für den Boden in seinem besten Zimmer

bitten könnte und um einen Kohleofen, damit er das
Haus während der kalten Jahreszeit beheizen könne.
Durch Befolgung der in diesem Buch enthaltenen
Anweisungen erhielt er diese Dinge nach ein paar
Monaten. Dann dämmerte es ihm, dass er nicht genug
verlangt hatte. Er ging durch das Haus, in dem er lebte,
und plante all die Verbesserungen, die er gerne darin
gesehen hätte. In seiner Vorstellung wünschte er ein
Erkerfenster und ein Wohnzimmer, bis es in seiner
Vorstellung das ideale Heim war. Dann plante er die
Einrichtungen.
Und während er das Bild in seiner Vorstellung
festhielt, lebte er in der ganz bestimmten Art und
bewegte sich auf das zu, was er sich wünschte. Er besitzt
jetzt das Haus und baut es um, so wie er es sich vorgestellt
hatte. Und nun, nachdem sein Glaube gewachsen
ist, wird er noch größere Dinge bekommen. Ihm ist
geschehen nach seinem Glauben und so geschieht es uns
allen.
Merke:
Wenn Du irgend jemandem irgend etwas verkaufst, und es
trägt nicht dazu bei, sein Leben im Austausch für das, was er
Dir gibt, reicher zu machen, dann kannst Du es Dir leisten,
damit aufzuhören.
Es ist Deine Aufgabe, Dich darauf einzustellen, Gottes
Wünsche zum Ausdruck zu bringen.

Kapitel 7
Dankbarkeit
Das Beispiel aus dem vorigen Kapitel wird Dir
klargemacht haben, dass der erste Schritt zum
Reichwerden darin besteht, der formlosen Substanz die
Vorstellung von dem zu vermitteln, was Du haben möchtest.
Du wirst erkennen, dass es erforderlich ist, Dich mit
der formlosen Substanz in Übereinstimmung zu bringen,
um das zu erreichen.
Es ist von so vorrangiger und lebenswichtiger
Bedeutung, dass wir eine harmonische Beziehung
herstellen, dass ich diesem Punkt einige Aufmerksamkeit
widmen werde. Wenn Du die hier gegebenen Anweisungen
befolgst, gelangst Du in Deinem Gemüt ganz
sicherlich zu völliger Einheit mit dem göttlichen Gemüt.
Der gesamte Vorgang der mentalen Einstellung und
Ausrichtung kann in einem Wort zusammengefasst
werden: Dankbarkeit.
Erstens glaubst Du also, dass es eine intelligente
Substanz gibt, aus der alle Dinge hervorgehen.
Zweitens glaubst Du, dass diese Substanz Dir alles
gibt, was Du Dir wünschst. Und drittens bringst Du
Dich durch tiefe und starke Dankbarkeit zu ihr in
Beziehung.
Viele Menschen, die ihr Leben in allen anderen Gebieten
richtig führen, bleiben durch einen Mangel an
Dankbarkeit in Armut. Nachdem sie ein Geschenk von
Gott erhalten haben, schneiden sie die Versorgungsleitung
zu ihm durch, indem sie versäumen, dieses
Geschenk anzuerkennen.
Es fällt leicht zu verstehen, dass wir um so mehr
Reichtum erlangen, je näher wir der Quelle des
Reichtums sind. Und es ist auch leicht einzusehen, dass
die Seele, die immer dankbar ist, in engerem Kontakt zu
Gott steht als die, die niemals in dankbarer Anerkennung
zu ihm blickt.
Je dankbarer wir unsere Herzen dem Höchsten
zuwenden, wenn Gutes zu uns kommt, um so mehr Dinge
werden wir erhalten und um so schneller kommen diese
Dinge zu uns. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass
die geistige Einstellung der Dankbarkeit das Gemüt

näher an die Quelle heranführt, aus der die Segnungen
uns erreichen.
Falls es für Dich ein neuer Gedanke ist, dass
Dankbarkeit Dein gesamtes Gemüt in engere Harmonie
mit den schöpferischen Energien des Universums bringt,
dann denke darüber nach, und Du wirst sehen, dass dies
stimmt. Die guten Dinge, die Du schon besitzt, sind zu
Dir gekommen, weil Du bestimmte Gesetze befolgt hast.
Dankbarkeit führt Dich auf den Weg, auf dem die guten
Dinge zu Dir kommen, sie hält Dich in trauter Harmonie
mit den schöpferischen Gedanken und verhindert, dass
Du in Konkurrenzdenken verfällst.
Nur Dankbarkeit hilft Dir, Deinen Blick ständig auf
das Ganze gerichtet zu halten. Sie hindert Dich daran,
dem Gedanken zu verfallen, dass die Vorräte begrenzt
sein könnten, denn wenn dies geschähe, hätte das fatale
Auswirkungen auf Deine Hoffnungen.
Es gibt das Gesetz der Dankbarkeit, und es ist absolut
erforderlich, dass Du das Gesetz befolgst, wenn Du die
Ergebnisse Deiner Wünsche erfahren möchtest.
Das Gesetz der Dankbarkeit ist der natürliche
Grundsatz, dass Aktion und Reaktion immer gleich und
die beiden Enden der gleichen Sache sind.
Das dankbare Hinwenden Deines Gemüts in frohem
Lob des Höchsten ist eine Freisetzung oder ein Gebrauch
von Kraft. Sie erreicht unfehlbar das, worauf sie gerichtet
ist, und die Reaktion ist eine unmittelbare
Hinwendung zu Dir. Wende Dich Gott zu, und ER wird
sich Dir zuwenden. Diese Aussage ist eine psychologische
Wahrheit.
Und wenn Deine Dankbarkeit stark und beständig ist,
dann ist auch die Reaktion der formlosen Substanz stark
und beständig; die Dinge, die Du Dir wünschst, bewegen
sich immer auf Dich zu. Beachte die dankbare
Einstellung, die Jesus eingenommen hat, wenn er sagte:
»Ich danke dir, Vater, dass du mich erhört hast. « Ohne
Dankbarkeit kannst Du nicht viel Kraft verwenden, denn
es ist die Dankbarkeit, die Deine Verbindung zur Kraft
aufrechterhält.
Aber der Wert der Dankbarkeit besteht nicht lediglich
darin, in Zukunft noch mehr Segnungen zu erfahren.
Ohne Dankbarkeit kannst Du es kaum verhindern, über
das, was ist, unzufriedene Gedanken zu hegen.
In dem Augenblick, in dem Du Deinem Gemüt
gestattest, den Gedanken der Unzufriedenheit über

bestehende Zustände nachzuhängen, beginnst Du, Boden
zu verlieren. Du hältst Deine Aufmerksamkeit auf
Mangel und Armut gerichtet, und Dein Gemüt nimmt die
Formen von Mangel auf. Und dann gibst Du diese
Formen oder mentalen Bilder dem Formlosen weiter, und
Mangel und Armut kommen auf Dich zu. Wenn wir dem
Gemüt erlauben, bei minderwertigen Dingen zu
verweilen, beginnen wir, minderwertig zu werden und
uns mit minderwertigen Dingen zu umgeben.
Wenn wir jedoch unsere Aufmerksamkeit auf das
Beste gerichtet halten, dann umgeben wir uns mit dem
Besten und alles entwickelt sich zu unserem Besten.
Die schöpferische Kraft erfüllt uns mit dem, worauf
wir unsere Aufmerksamkeit lenken.
Das dankbare Gemüt hält seine Aufmerksamkeit
ständig auf das Beste gerichtet. Daher neigt es dazu, das
Beste zu werden. Es nimmt die Form oder die Eigenschaft
des Besten an und wird somit das Beste erhalten.
Außerdem ist der Glaube aus der Dankbarkeit geboren.
Das dankbare Gemüt erwartet ständig gute Dinge, und
die Erwartungen werden zum Glauben. Die Auswirkung
der Dankbarkeit auf das eigene Gemüt ist Glauben, und
jede ausströmende Welle der dankbaren Anerkennung
vertieft den Glauben. Diejenigen, die kein Gefühl der
Dankbarkeit besitzen, können lebendigen Glauben nicht
lange aufrechterhalten. Und ohne lebendigen Glauben
kannst Du mit der schöpferischen Methode nicht reich
werden, wie wir im folgenden Kapitel erkennen werden.
Es ist also wichtig, die Gewohnheit der Dankbarkeit zu
entwickeln und ständig Dank für all die guten Dinge zum
Ausdruck zu bringen, die auf uns zukommen.
Und weil alle Dinge zu Deiner Entfaltung beitragen,
solltest Du alle Dinge in Deine Dankbarkeit einschließen.
Verschwende Deine Zeit nicht mit Reden oder
Nachdenken über die Mängel oder die falschen
Handlungen der Mächtigen oder Konzernmagnaten. Deren
Organisation der Welt bietet Dir Gelegenheiten.
Wettere nicht gegen korrupte Politiker, denn wenn es
die Politiker nicht gäbe, würden wir in Anarchie verfallen
und Deine Möglichkeiten wären sehr eingeschränkt.
Gott hat sehr lange und sehr geduldig gearbeitet, um
uns dahin zu bringen, wo wir heute in der Industrie und in
der Regierung sind, und er führt seine Arbeit weiter fort.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass er die Geldaristokratie,
Konzernmagnate, Industriekapitäne abschaffen wird,
sobald wir ohne sie auskommen können. Aber in der
Zwischenzeit solltest Du Dir das letztlich Gute vor Augen
halten. Denke daran, dass alles Manifestation von
Bewusstsein ist und dass sie auf ihrer Entwicklungsstufe
die Wege vorbereiten, auf denen Deine Reichtümer zu
Dir kommen können, und sei ihnen allen dankbar. Das
bringt Dich in harmonische Beziehung mit dem Guten in
allem, und das Gute in allem wird sich auf Dich zu
bewegen.
Merke:
Es fällt leicht zu verstehen, dass wir um so mehr
Reichtum erlangen, je näher wir der Quelle des
Reichtums sind.
Es gibt das Gesetz der Dankbarkeit, und es ist absolut
erforderlich, dass Du das Gesetz befolgst, wenn Du die
Ergebnisse Deiner Wünsche erfahren möchtest.
Ohne Dankbarkeit kannst Du nicht viel Kraft verwenden,
denn es ist die Dankbarkeit, die Deine Verbindung zur
Kraft aufrechterhält.
Das dankbare Gemüt erwartet ständig gute Dinge.
Die schöpferische Kraft in uns macht uns zu dem, worauf
wir unsere Aufmerksamkeit lenken.

____________________

Kapitel 8
Denken in einer bestimmten Weise
Blättere zurück zu Kapitel VI und lies die Geschichte des
Mannes noch einmal, der ein mentales Bild von seinem
Haus schuf, und Du bekommst eine gute Vorstellung
vom ersten Schritt in Richtung Reichtum. Du musst Dir
ein klares und bestimmtes mentales Bild machen von
dem, was Du möchtest. Du kannst kein Bild weitergeben,
wenn Du es nicht selbst hast.
Du musst es haben, bevor Du es geben kannst. Viele
Menschen versagen darin, der denkenden Substanz etwas
einzuprägen, weil sie selbst nur vage und unklare
Vorstellungen von dem haben, was sie tun, besitzen oder
werden möchten.
Es reicht nicht, dass Du einen allgemeinen Wunsch
nach Reichtum besitzt, über den Du verfügen kannst.
Diesen Wunsch haben wir wohl alle.
Es reicht auch nicht, dass Du einen Wunsch hast zu
reisen, Dinge zu sehen, besser zu leben usw. Jeder hat
diese Wünsche. Wenn Du z.B. einer Freundin eine
Nachricht schicken willst, würdest Du ihr auch nicht die
Buchstaben des Alphabets in dessen Reihenfolge
zuschicken und sie die Nachricht selbst zusammensetzen
lassen. Du würdest auch nicht willkürlich Wörter aus
dem Wörterbuch auswählen. Du würdest einen
verständlichen Satz schreiben, einen Satz, der etwas
bedeutet. Wenn Du Deine Wünsche der Substanz
einzuprägen versuchst, dann muss dies in einer
verständlichen Aussage geschehen. Du musst wissen,
was Du willst, und musst dies ganz klar ausdrücken.
Du kannst niemals reich werden oder die
schöpferische Kraft in Tätigkeit rufen, wenn Du
ungeformte Sehnsüchte und vage Wünsche hast.
Überprüfe Deine Wünsche, so wie der von mir
beschriebene Mann durch sein Haus ging. Stelle fest, was
Du wirklich willst, und schaffe Dir ein klares mentales
Bild davon, wie das von Dir Gewünschte aussehen soll,
wenn es zu Dir kommt.
Dieses klare mentale Bild musst Du in Deinem Gemüt
verankern. Wie ein Seemann an den Hafen denkt, dem er
zusteuert, so musst Du Deinen Blick ständig auf dieses
Bild gerichtet halten. Du darfst es nicht mehr aus Deiner
Sicht verlieren, so wie der Steuermann den Kompass
nicht aus den Augen lässt.

Es ist nicht erforderlich, Konzentrationsübungen zu
machen, besondere Zeiten für Gebete oder Bejahungen
vorzusehen, in die Stille zu gehen oder okkulte Übungen
irgendwelcher Art zu betreiben. Diese Dinge sind zwar
in Ordnung, doch Du brauchst wirklich nur zu wissen,
was Du willst und es wirklich zu wollen, so dass es in
Deinen Gedanken verweilt.
Verbringe so viel Deiner freien Zeit wie möglich mit
der Betrachtung der gewünschten Dinge. Niemand
braucht bestimmte Konzentrationsübungen, um an das zu
denken, was er wirklich möchte. Nur das, woran Dir nicht
wirklich gelegen ist, erfordert Mühe, Deine
Aufmerksamkeit darauf gerichtet zu halten.
Und wenn Du nicht wirklich reich werden willst, so
dass der Wunsch stark genug wäre, um Deine Gedanken
darauf gerichtet zu halten – so wie der magnetische Pol
die Nadel des Kompasses hält – lohnt es sich nicht, dass
Du den Anweisungen folgst, die in diesem Buch gegeben
sind.
Die hier dargelegten Methoden sind gedacht für die
Menschen, deren Wunsch nach Reichtum groß genug ist,
um die mentale Faulheit und die Liebe zur Bequemlichkeit
zu überwinden und die Gesetzmäßigkeiten
anzuwenden.
Je deutlicher und bestimmter Du Dir Dein Bild
vorstellst, je länger Du dabei verweilst und Dir die
Einzelheiten deutlich ausmalst, je stärker Dein Verlangen
ist – um so leichter kannst Du Deine Gedanken
auf dieses von Dir gewünschte Bild gerichtet halten.
Es ist jedoch noch etwas mehr erforderlich, als nur das
Bild deutlich zu sehen. Wenn das alles ist, was Du tust,
dann bist Du nur ein Träumer und es steckt wenig oder
keine Überzeugungskraft dahinter.
Hinter Deiner deutlichen Vorstellung muss der
Vorsatz der Verwirklichung stehen, muss der Wille zur
greifbaren Erfahrung vorhanden sein.
Und hinter diesem Vorsatz muss ein unbesiegbarer
und unverrückbarer GLAUBE stehen, das dieses Ding
bereits Dir gehört, das es schon zur Verfügung steht und
das Du es nur noch in Besitz zu nehmen brauchst.
Lebe bereits gedanklich in dem neuen Haus, bis es in
physischer Weise um Dich herum Form gewinnt.
Genieße die von Dir gewünschten Dinge auf der
mentalen Ebene bereits jetzt.

»Worum immer du bitten wirst, glaube nur, das du es
empfangen hast, und es wird dir zuteil werden,« sagte
Jesus. (Markus 11:24)
Betrachte die Dinge, die Du Dir wünschst, als wären
sie tatsächlich ständig um Dich herum; sieh Dich selbst
als Besitzer und Verwender dieser Dinge. Nutze sie in
Deiner Vorstellung bereits so, wie Du sie nutzen
würdest, wenn sie in Deinem greifbaren Besitz wären.
Verweile bei Deinem gedanklichen Bild, bis es klar und
deutlich ist. Nimm dann auf der mentalen Ebene Besitz
von allen in diesem Bild enthaltenen Dingen. Ergreife
gedanklichen Besitz in der vollen Gewissheit, dass die
Dinge bereits Dein Eigentum sind. Halte das Bild des
mentalen Besitzes. Weiche nicht einen Augenblick von
dem Glauben ab, dass es wirklich so ist.
Und denke daran, was in einem früheren Kapitel über
die Dankbarkeit gesagt wurde. Sei jetzt schon so
dankbar, wie Du zu sein erwartest, wenn das Gewünschte
Form angenommen hat. Menschen, die Gott aufrichtig
danken für die Dinge, die sie bisher nur in ihrer
Vorstellung besitzen, haben wirklichen Glauben. Sie
werden reich werden, sie werden die Schöpfung all
dessen verursachen, was sie sich wünschen.
Du brauchst nicht ständig zu beten für die Dinge, die
Du haben möchtest. Es ist nicht nötig, Gott jeden Tag
deswegen neu anzusprechen.
»Gebraucht nicht ständige Wiederholungen, wie dies
die Heiden tun,« sagte Jesus seinen Jüngern, »denn euer
Vater weiß, dass ihr dieser Dinge bedürft, bevor ihr darum
bittet. « (Matthäus 6:8)
Deine Sache ist es, Deine Wünsche nach den Dingen,
die ein besseres Leben für Dich bedeuten, intelligent zu
formulieren und diese Wünsche einzubetten in ein harmonisches
Ganzes und dann diesen gesamten Wunsch
der formlosen Substanz einzuprägen. Sie hat die Kraft
und den Willen, Dir zu bringen, was Du Dir wünschst.
Du erreichst das nicht, indem Du Sätze wiederholst.
Du erreichst es vielmehr, indem Du Deine Vision mit
unerschütterlicher ENTSCHLOSSENHEIT
aufrechterhältst, Dein Ziel zu erreichen, und mit dem
festen GLAUBEN, dass Du es wirklich bekommst.
Die Antwort auf unsere Gebete hängt nicht nur von der
Überzeugung ab, die wir in unsere Worte legen, sondern
mit welchem Vertrauen wir unsere tägliche Arbeit tun.

Du machst keinen Eindruck auf das göttliche Gemüt,
wenn Du einen besonderen Sabbattag hältst, an dem Du
dem göttlichen Gemüt sagst, was Du von ihm möchtest,
und es dann für den Rest der Woche vergisst. Du
beeindruckst es auch nicht, wenn Du Dir spezielle Zeiten
nimmst, zu denen Du in Deine Kammer gehst und betest
und dann die Angelegenheit wieder vergisst bis erneut
die Stunde des Gebets gekommen ist.
Gesprochene Gebete sind in Ordnung und haben ihre
Wirkung, besonders auf Dich selbst, und zwar dadurch,
dass sie Deine Vorstellungen klären und Dein Vertrauen
stärken. Es sind aber nicht Deine mündlichen
Wiederholungen, die Dir das beschaffen, was Du haben
möchtest. Um reich zu werden, brauchst Du keine süße
Stunde des Gebets, sondern Du musst ohne Unterlass
beten. Mit Gebet meine ich, Deine Vorstellungsbilder in
Deinem Gemüt zu verankern, um die Schöpfung in
materieller Form zu bewirken, und den Glauben, dass Du
dies erreichst.
Wenn das gedankliche Bild erst einmal geformt ist,
geht es nur noch um die Annahme des Gewünschten.
Nachdem Du Dir das Bild gemacht hast, ist es gut, in
mündlicher Form den Höchsten in ehrerbietigem Gebet
anzusprechen. Ab diesem Augenblick musst Du auf
mentaler Ebene annehmen, worum Du gebeten hast. Lebe
in dem neuen Haus, trage die schönen Kleider, steuere
das Auto, geh auf Reisen und plane vertrauensvoll
größere Reisen. Denke und sprich über all die Dinge, um
die Du gebeten hast, als wären sie bereits in Deinem
Besitz. Stelle Dir die Umgebung und die finanziellen
Verhältnisse, die Du Dir wünschst, genau vor und lebe die
ganze Zeit in dieser vorgestellten Umgebung und den
finanziellen Verhältnissen. Gib aber acht, dass Du dies
nicht nur als Träumer tust, indem Du Luftschlösser baust.
Halte Dich im Glauben, dass das in Erscheinung tritt, was
Du Dir vorstellst, und halte Deine Entschlossenheit
aufrecht, die Dinge in Deinen Erfahrungsbereich zu
ziehen. Denke daran, dass es Glauben und Entschlusskraft
sind, die beim Einsatz der Vorstellungskraft den
Unterschied zwischen einem Wissenschaftler und einem
Träumer ausmachen. Wenn Du diese Tatsache gelernt
hast, beginnt hier der Lernprozess, den Willen richtig
einzusetzen.

Merke:
Stelle fest, was Du wirklich willst, und schaffe Dir ein
klares mentales Bild davon, wie das von Dir Gewünschte
aussehen soll, wenn es zu Dir kommt.
Worum immer Du bitten wirst, glaube nur, dass Du es
empfangen hast, und es wird Dir zuteil werden. (Markus
11:24)

_________________________________

Kapitel 9
Wie Du Deinen Willen einsetzt
Wenn Du auf wissenschaftliche Art und Weise reich
werden willst, versuche nicht, Deine Willenskraft auf
irgend etwas außerhalb von Dir anzuwenden.
Dazu hast Du sowieso kein Recht.
Es ist nicht förderlich, willentlich andere Menschen zu
beeinflussen, damit sie tun, was Du möchtest.
Es ist ebenso nicht förderlich, Menschen durch mentale
Kraft wie durch physische Kraft zu nötigen. Wenn
Menschen durch physische Gewaltanwendung zu etwas
gezwungen werden, werden sie zu Sklaven erniedrigt.
Wird dies durch mentale Mittel zu erreichen versucht,
geschieht das gleiche, nur mit einer anderen Methode.
Wird Menschen etwas durch physische Gewalt fortgenommen,
so ist das Diebstahl. Wird ihnen durch
geistige Kraft etwas weggenommen, ist auch das
Diebstahl. Im Prinzip besteht da kein Unterschied.
Du hast kein Recht, Deine Willenskraft auf andere
Menschen zu richten, nicht einmal zu deren Besten, denn
Du kannst nicht wissen, was ihr Bestes ist.
Die WISSENSCHAFT DES REICHWERDENS erfordert
von Dir nicht, dass Du auf irgendeinen Menschen
irgendeine Art von Kraft ausübst. Es gibt nicht die
geringste Notwendigkeit, das zu tun. Es ist vielmehr so,
dass jeder Versuch, den Willen anderer zu beeinflussen,
Deine Absichten und Pläne zerschlagen wird.
Du brauchst auch keinen Willen auf Dinge zu richten,
damit sie gezwungen sind, zu Dir zu kommen. Das wäre
nur ein Versuch, Gott zu zwingen. Das wäre sowohl
dumm und überflüssig als auch respektlos.
Du brauchst Gott genauso wenig zu zwingen, Dir gute
Dinge zu geben, wie Du Willenskraft aufwenden musst,
um die Sonne aufgehen zu lassen.
Du brauchst keine Willenskraft aufzuwenden, um
eine unfreundliche Gottheit zu gewinnen oder Dir sture
und rebellische Kräfte gefügig zu machen. Die Substanz
ist Dir freundlich gesinnt. Sie ist mehr darauf bedacht,
dass Deine Wünsche erfüllt werden, als Du darauf
eingestellt bist, diese anzunehmen.
Um reich zu werden, brauchst Du Deine Willenskraft
nur bei Dir selbst einzusetzen. Wenn Du weißt, was Du
zu denken und zu tun hast, dann musst, Du Deine
Willenskraft dafür einsetzen, Dich selbst zum rechten
Denken und Tun anzuhalten. Es ist der rechtmäßige

Einsatz des Willens, das zu bekommen, was Du haben
möchtest – Du musst, Deinen Willen einsetzen, um Dich
selbst auf dem richtigen Kurs zu halten. Setz Deinen
Willen ein, damit Du auf diese bestimmte Art denkst und
handelst. Versuche nicht, Deinen Willen, Deine Gedanken
oder Dein Gemüt in die Umgebung zu projizieren, um
damit Dinge oder Menschen zu beeinflussen.
Bleibe mit Deinen Gedanken zu Hause; dort erreichst
Du mehr als irgendwo sonst. Setze Dein Gemüt ein, um
eine mentale Vorstellung von dem zu gewinnen, was Du
Dir wünschst, und um dieses Bild mit Glauben und
Entschlossenheit zu erfüllen. Gebrauche Deinen Willen,
um Dein Gemüt in der richtigen Weise arbeiten zu lassen.
Je fester und ausdauernder Dein Glaube und Deine
Entschlossenheit sind, um so schneller wirst Du reich
werden, weil Du dann nur POSITIVE Eindrücke auf die
Substanz ausübst und sie nicht durch negative Eindrücke
neutralisierst oder unwirksam machst.
So wie ich es sehe, wird das Bild des von Dir mit
Glauben und Entschlossenheit gehaltenen Wunsches von
der formlosen Substanz aufgenommen und über weite
Entfernungen ausgedehnt – durch das gesamte Universum.
Während sich der Eindruck ausdehnt, werden alle
nötigen Dinge und Wesen zu seiner Verwirklichung in
Bewegung gesetzt.
Du kannst dies dadurch überprüfen, dass Du der
formlosen Substanz einen negativen Gedanken eingibst.
Zweifel oder Unglauben lassen die Dinge mit der gleichen
Sicherheit von Dir wegbewegen, wie Glaube und
Entschlossenheit sie zu Dir bringen. Weil dies nicht
verstanden wird, erfahren die meisten Menschen, die
durch die mentale Wissenschaft reich werden möchten,
Misserfolg. Jede Stunde und jeder Augenblick, in denen
Du an Zweifel und Furcht denkst, jede Stunde, in der Du
Dich sorgst, jede Stunde, in der Dein Gemüt vom
Unglauben erfasst ist, setzt einen Gegenstrom aus dem
gesamten Bereich der intelligenten Substanz in
Bewegung. Alle Versprechen gehen in Erfüllung für die,
die glauben, und nur für sie. Denke daran, wie oft Jesus
gerade die Frage des Glaubens hervorgehoben hat. Jetzt
kennst Du auch den Grund dafür.
Da der Glaube von höchster Wichtigkeit ist, ist es
Deine Pflicht, Deine Gedanken zu überwachen. Und da
Dein Glauben in großem Ausmaß durch die Dinge
geformt wird, die Du siehst oder über die Du nachdenkst,
ist es wichtig, Deine Aufmerksamkeit zu lenken.

Und dabei kannst Du den Willen einsetzen, denn mit
Deinem Willen kannst Du bestimmen, worauf Du Deine
Aufmerksamkeit richtest.
Wenn Du reich werden willst, darfst Du keine
Untersuchung über die Armut anstellen.
Die Dinge treten nicht in Erscheinung dadurch, dass
über ihre Gegensätze nachgedacht wird. Gesundheit
erreichen wir nicht dadurch, dass wir Krankheiten untersuchen
oder darüber nachdenken. Rechtschaffenheit wird
nicht dadurch gefördert, dass wir über Sünde
nachdenken; und wir können nicht reich werden, indem
wir Armut studieren und über Armut nachdenken.
Die Medizin als eine Wissenschaft der Krankheiten hat
die Krankheiten vermehrt; Religion als eine Wissenschaft
der Sünden hat Sünden gefördert, und Ökonomie als eine
Untersuchung über die Armut wird der Welt mehr
Unglück und Bedürftigkeit bescheren.
Sprich nicht über Armut, untersuche sie nicht,
beschäftige Dich nicht damit. Es ist gleich, welche
Gründe sie verursacht haben. Du hast damit nichts zu tun.
Du hast nur mit der Heilung zu tun.
Ich sage nicht, Du solltest hartherzig oder unfreundlich
sein und Dich weigern, den Schrei der Not zu hören.
Aber Du
darfst nicht versuchen, Armut auf eine der
herkömmlichen Arten auszulöschen. Lass die Armut
hinter Dir. Lass alles hinter Dir, was damit zu tun hat,
und erreiche Dein Ziel.
Werde reich, das ist die beste Art, den Armen zu
helfen.
Du kannst die mentale Vorstellung nicht bewahren, die
Dich reich machen soll, wenn Du Dein Gemüt mit
Bildern von Armut fütterst. Lies weder Bücher noch Zeitungen,
die zeitgemäße Berichte über die Armut von
Miethausbewohnern, über den Schrecken der
Kinderarbeit usw. bringen. Lies einfach gar nichts, was
Dein Gemüt mit den trüben Bildern von Armut und Leid
füllen könnte.
Du hilfst den Armen nicht ein bisschen dadurch, dass
Du über diese Dinge informiert bist. Das weit verbreitete
Wissen über die Armut bewirkt leider überhaupt nicht,
dass dadurch die Armut geringer wird.
Die Armut wird nicht dadurch beseitigt, dass Du Dein
Gemüt mit Bildern von Armut füllst, sondern dadurch,
dass die Armen sich Reichtum vorstellen.

Du lässt die Armen in ihrer Misere nicht dadurch
allein, dass Du Dich weigerst, Dein Gemüt mit Bildern
dieser Misere zu füttern.
Die Armut können wir nicht dadurch loswerden, dass
die Zahl der reichen Menschen, die über Armut
nachdenken, ansteigt, sondern dass die Zahl der armen
Menschen ansteigt, die ihre Entschlossenheit und ihren
Glauben darauf richten, reich zu werden.
Die Armen brauchen Inspiration. Durch die Wohlfahrt
erhalten sie lediglich einen Laib Brot, der sie in ihrer
Armseligkeit am Leben hält, oder eine Ablenkung, die sie
für eine oder zwei Stunden ihren Kummer vergessen
lässt. Inspiration aber bewirkt, dass sie sich über ihre
Misere hinausheben. Wenn Du den Armen helfen willst,
dann zeige ihnen, dass sie reich werden können. Beweise
es dadurch, dass Du selbst reich wirst.
Die einzige Art und Weise, auf die Armut aus dieser
Welt vertrieben wird, ist die, dass eine große und immer
weiter steigende Anzahl von Menschen die hier in diesem
Buch genannten Gesetze anwendet.
Die Menschen müssen lernen, ihre schöpferische Kraft
zum Reichwerden einzusetzen, anstatt Konkurrenzkampf
zu betreiben.
Menschen, die durch Konkurrenzkampf reich werden,
werfen die Leiter, auf der sie hochgestiegen sind, hinter
sich zur Erde
und halten damit ihre Mitmenschen unten. Menschen
jedoch, die durch schöpferische Tätigkeit reich werden,
öffnen einen Weg für Tausende, die ihnen folgen können,
und machen ihnen dadurch Mut, diesen Weg ebenfalls zu
gehen.
Du bist weder hartherzig noch unfreundlich, wenn Du
Dich weigerst, Armut zu bemitleiden, Armut zu sehen,
darüber zu lesen, daran zu denken, darüber zu sprechen
oder denen zuzuhören, die über Armut sprechen. Setze
Deine Willenskraft ein, Deine Gedanken von Armut
fernzuhalten, und richte Deine Gedanken mit Glauben
und Entschlossenheit auf das, was Du erreichen willst.
Merke:
Du kannst die mentale Vorstellung nicht bewahren, die Dich
reich machen soll, wenn Du Dein Gemüt mit Bildern von
Armut fütterst.
Menschen, die durch schöpferische Tätigkeit reich werden,
öffnen einen Weg für Tausende, die ihnen folgen können, und
machen ihnen dadurch Mut, diesen Weg ebenfalls zu gehen.

Kapitel 10
Weiterer Einsatz des Willens
Du kannst kein klares und deutliches Bild von Reichtum
verinnerlichen, wenn Du ständig Deine Aufmerksamkeit
auf gegensätzliche Bilder richtest – egal ob diese nun
äußerlich sind oder nur in Deiner Vorstellung existieren.
Erzähle niemandem von Deinen vergangenen Sorgen
finanzieller Art, falls Du welche gehabt hast. Denke nicht
einmal daran. Erzähle nicht von der Armut Deiner Eltern
oder den Schwierigkeiten Deiner frühen Jahre, denn
damit versetzt Du Dich, zumindest für den Augenblick,
mental auf die gleiche Ebene wie die Armen und bewirkst,
dass sich genau diese Erfahrung in Deine
Richtung bewegt.
»Lass die Toten ihre Toten begraben«, sagte Jesus.
(Matthäus 8:22; Lukas 9:60)
Lass die Armut und alles, was mit Armut zu tun hat,
hinter Dir.
Lies keine religiösen Bücher, die Dir erzählen wollen,
dass die Welt bald zugrunde geht. Lies auch nicht die
Schriften von Skandalmachern und pessimistischen Philosophen,
die Dir erzählen, dass die Welt zum Teufel
geht.
Die Welt geht nicht zum Teufel, sie geht zu Gott.
Das ist ein wunderbarer Vorgang.
Es stimmt schon, dass es eine Menge Dinge in den
bestehenden Verhältnissen gibt, die unerfreulich sind.
Aber welchen Nutzen hat es, sich damit zu beschäftigen,
wo sie doch sicherlich wieder vorbeigehen werden und
die Beschäftigung damit nur dazu führt, dass ihr
Verschwinden verzögert wird und sie uns statt dessen
länger erhalten bleiben. Warum Zeit und Aufmerksamkeit
auf Dinge verschwenden, die doch durch das evolutionäre
Wachstum verschwinden werden, und Du ihr Verschwinden
nur dadurch fördern kannst, dass Du den Dir
zugedachten Teil zum evolutionären Wachstum beiträgst?
Ganz gleich, wie schlimm auch die Verhältnisse in
einem bestimmten Land, einem Gebiet, einem Ort sein
mögen, verschwende Du nicht Deine Zeit und zerstöre
Du nicht Deine Möglichkeiten dadurch, dass Du über sie
nachdenkst.
Du solltest Dein Interesse darauf lenken, dass die Welt
reich wird.
Denke an die Reichtümer, zu denen die Welt kommen
wird, anstatt an die Armut, aus der sie herauswächst.

Bedenke, dass die einzige Art, in der Du dazu beitragen
kannst, dass die Welt reich wird, darin besteht, selbst
reich zu werden, und zwar durch einen schöpferischen
Vorgang und nicht durch Konkurrenzdenken.
Lenke Deine ganze Aufmerksamkeit auf Reichtum.
Ignoriere Armut.
Wann immer Du an Menschen denkst oder von
Menschen sprichst, die arm sind, denke und sprich von
ihnen, als wären sie schon dabei, reich zu werden, als
wären sie viel eher zu beglückwünschen als zu bedauern.
Dann werden sie und die anderen die Inspiration
auffangen und nach einem Weg aus dieser Situation
suchen.
Wenn ich auch sage, dass Du Deine gesamte Zeit, Dein
Gemüt und Deine Gedanken auf Reichtum richten sollst,
so schließe nicht daraus, dass Du Dich schäbig oder gemein
verhalten solltest.
Wirklich reich zu werden ist das edelste Ziel, das Du
haben kannst, denn es schließt alles andere ein.
Auf der Ebene des Wettstreits ist der Kampf nach
Reichtum ein gottloses Jagen nach Macht über andere
Menschen. Wenn wir aber zu schöpferischem Denken
kommen, ändert sich all das.
Alles, was zu Größe und Seelenentfaltung, Dienst am
Menschen und erhabenen Plänen nur beitragen kann,
erreichen wir, indem wir reich werden.
Wenn es Dir an physischer Gesundheit mangelt, wirst
Du feststellen, dass eine Voraussetzung zur
Wiedererlangung Deiner Gesundheit auch Reichtum ist.
Jene, die sich von finanziellen Sorgen befreit haben
und die Mittel besitzen, sorgenfrei und unter
hygienischen Bedingungen zu leben, können gesund sein
und gesund bleiben.
Moralische und spirituelle Größe ist nur denjenigen
möglich, die über dem Konkurrenzkampf des Daseins
stehen, und nur diejenigen, die auf schöpferischer Ebene
reich werden, sind frei vom herabsetzenden Einfluss des
Wettstreits. Wenn Dein Gemüt ein glückliches Zuhause
liebt, dann denke daran, dass Liebe am besten unter
verfeinerten Verhältnissen, einer hohen Gedankenebene
und Freiheit von korrumpierenden Einflüssen gedeiht;
und dass diese nur da gefunden werden, wo Reichtum
durch die Ausübung von schöpferischen Gedanken erzielt
wird, ohne Kampf oder Rivalität.

Ich wiederhole: Du kannst nichts Größeres oder
Edleres erstreben, als reich zu werden, und Du musst
Deine Aufmerksamkeit auf Deine gedanklichen Bilder
des Reichtums gerichtet halten und alles ausschließen,
was diese Bilder schwächen oder deren Sicht
beeinträchtigen könnte. Du musst lernen, die hinter allen
Dingen liegende WAHRHEIT zu sehen. Du musst lernen,
unter allen scheinbar falschen Verhältnissen das eine
große Leben zu erkennen, das größerem Lebensausdruck
und vollkommenerem Glück zustrebt.
Einige Menschen bleiben arm, weil sie die Tatsache
nicht erkennen, dass Reichtum auch für sie da ist. Diese
Menschen lernen am leichtesten dadurch, dass Du ihnen
durch Deine eigene Person und durch Dein eigenes
Verhalten den Weg zu Wohlstand zeigst.
Andere dagegen sind arm, weil sie, obwohl sie spüren,
dass es einen Ausweg gibt, intellektuell zu wenig reif
sind, um die erforderliche mentale Anstrengung aufzubringen,
diesen Weg zu finden und ihn zu gehen. Für
diese Menschen kannst Du am meisten tun, wenn Du ihre
Wunschvorstellungen dadurch weckst, dass Du ihnen
zeigst, welches Glück aus dem Reichtum erwächst, der
auf die richtige Weise erworben wurde.
Wieder andere sind noch arm, weil sie zwar eine
gewisse Vorstellung von der WISSENSCHAFT DES
REICHWERDENS haben, aber so von Informationen
überhäuft wurden und im Irrgarten metaphysischer und
okkulter Theorien verloren sind, dass sie nicht wissen,
welchen Weg sie beschreiten sollen. Sie erproben eine
Mischung vieler Systeme und versagen in allen. Auch für
sie ist es das Beste, anhand Deiner eigenen Person und
Deiner eigenen Vorgehensweise den Weg gezeigt zu
bekommen. Ein Gramm Praxis ist soviel wert wie ein
Pfund Theorie.
Das Beste, was Du für die ganze Welt tun kannst, ist,
das Beste aus Dir zu machen. Du kannst Gott und den
Menschen nicht wirkungsvoller dienen als dadurch, dass
Du reich wirst. Das heißt Reichwerden durch die
schöpferische Methode und nicht durch
Konkurrenzdenken:
Lies dieses Buch jeden Tag, behalte es bei Dir, lerne
es auswendig und denke nicht an andere Systeme und
Theorien. Tust Du das doch, dann kommen Zweifel auf.
Du wirst unsicher und zweifelst, und dann beginnen die
Misserfolge.

Nachdem Du Dein Ziel erreicht hast und reich
geworden bist, kannst Du so viele andere Systeme
untersuchen, wie Du Lust hast. Aber bis Du wirklich all
das gewonnen hast, was Du haben möchtest, lies nur
Bücher, die die hier genannten Gesetzmäßigkeiten
darstellen.
Und lies nur die erfreulichsten Berichte über die
Weltnachrichten. Lies nur das, was in Harmonie ist mit
den Bildern, die Du in Dir trägst.
Verschiebe auch Deine Untersuchungen über
Okkultismus. Befasse Dich nicht mit Theosophie,
Spiritismus oder ähnlichen Gebieten. Es ist ziemlich
wahrscheinlich, dass die Toten noch leben und dass sie
sich in unserer Nähe aufhalten. Auch wenn das stimmt,
lass sie los. Kümmere Dich um Deine eigenen
Angelegenheiten.
Wo immer die Geister der Toten sein mögen, sie haben
ihre eigene Arbeit zu tun und ihre eigenen Probleme zu
lösen, und wir haben nicht das Recht, uns in ihre Dinge
einzumischen. Wir können ihnen nicht helfen, und es ist
sehr zweifelhaft, dass sie uns helfen können oder dass wir
das Recht haben, ihre Zeit zu beanspruchen, falls sie uns
Aufmerksamkeit widmen können. Lass die Toten und das
jenseitige Leben in Ruhe. Löse Deine eigenen Probleme:
Werde reich. Wenn Du Dich in okkulte Dinge einmischst,
dann gerätst Du in mentale Gegenströme, die sicherlich
Deine Hoffnungen zum Schiffbruch bringen. Dieses und
die vorhergehenden Kapitel brachten uns zu der
Darlegung folgender Grundtatsachen:
Es gibt einen denkenden Stoff, aus dem alle Dinge
gemacht sind, und der in seinem ursprünglichen
Zustand die Räume des Universums durchdringt,
erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet,
bringt das Ding hervor, das durch den Gedanken
geprägt wird.
Die Menschen können Dinge in ihren Gedanken
formen, und wenn sie diese Gedanken der formlosen
Substanz einprägen, können sie die Entstehung des
Dinges, an das sie denken, verursachen.

Um dies zu tun, müssen die Menschen vom
Konkurrenzdenken zum schöpferischen Denken gelangen;
sie müssen sich ein klares mentales Bild von
dem machen, was sie haben möchten, und dieses Bild
in ihren Gedanken mit der festen Entschlossenheit
verankern, das zu bekommen, was sie haben
möchten. Sie müssen den unerschütterlichen
Glauben aufbringen, dass sie das bekommen, was sie
sich wünschen und ihr Gemüt gegen alles
verschließen,
was dazu führen könnte, ihre Entschlossenheit zu
erschüttern, ihre Vorstellung abzuschwächen oder
ihren Glauben zu zerstören.
Und darüber hinaus werden wir jetzt dazu kommen, dass
wir auch auf eine ganz bestimmte Art leben und handeln
müssen.
Merke:
Die Welt geht nicht zum Teufel, sie geht zu Gott.
Moralische und spirituelle Größe ist nur denjenigen
möglich, die über dem Konkurrenzkampf des Daseins
stehen, und nur diejenigen, die auf schöpferischer Ebene
reich werden, sind frei vom herabsetzenden Einfluss des
Wettstreits.
Das Beste, was Du für die ganze Welt tun kannst, ist, das
Beste aus Dir zu machen.
Du kannst Gott und den Menschen nicht wirkungsvoller
dienen, als dadurch, dass Du reich wirst.

________________________________

Kapitel 11
Handeln in der bestimmten Art
Gedanken sind die bewegende Macht, die die
schöpferische Kraft zum Handeln bringt. Das Denken in
einer bestimmten Art wird Dir Reichtum bringen, aber
Du darfst Dich nicht auf das Denken alleine verlassen
und Deine persönlichen Handlungen außer acht lassen.
Das ist der Felsen, an dem viele wissenschaftlich metaphysischen
Denker Schiffbruch erleiden sie versagen
darin, Denken und persönliches Handeln in Einklang zu
bringen.
Wir haben bis heute noch nicht die Entwicklungsstufe
erreicht oder sehen nicht einmal die Möglichkeit dieser
Stufe, von der wir direkt aus der formlosen Substanz erschaffen
können, ohne dass natürliche Prozesse oder
menschliche Arbeit mitwirken. Wir müssen nicht nur
denken, sondern unser persönliches Handeln muss unser
Denken ergänzen.
Durch Dein Denken kannst Du bewirken, . dass sich
das Gold im Herzen des Berges auf Dich zu bewegt. Aber
es wird sich nicht selbst fördern, säubern, in Geldmünzen
formen und dann die Straßen entlang rollen, um seinen
Weg in Deine Taschen zu finden.
Unter der zwingenden Kraft des höchsten Bewusstseins
werden die Dinge des Menschen so geleitet, dass jemand
dazu geführt wird, das Gold für Dich zu fördern. Es wird
die Aufgabe von anderen Menschen sein, dafür zu
sorgen, dass Dir das Gold gebracht wird, aber Du musst
schon selbst die Dinge in die Hand nehmen, damit Du es
auch empfangen kannst, wenn es zu Dir kommt. Deine
Gedanken verursachen, dass Menschen und Dinge
zusammenwirken, Dir das zu bringen, was Du haben
möchtest. Aber Dein persönliches Handeln muss auch so
sein, dass Du rechtmäßiger weise in Empfang nehmen
kannst, was Du Dir wünschst, wenn es auf Dich
zukommt: Du darfst es weder als Almosen annehmen
noch es stehlen. Du musst allen Menschen einen höheren
Nutzwert geben, als sie Dir an Geldwert geben.
Der wissenschaftliche Einsatz des Denkens besteht
darin, eine klare und definitive Vorstellung von dem zu
bilden, was Du Dir wünschst, mit Entschlossenheit das
Bild des Gewünschten festzuhalten und in dankbarem
Glauben zu erkennen, dass Du das wirklich bekommst,
was Du Dir wünschst.

Versuche nicht, Deine Gedanken auf mysteriöse oder
okkulte Weise zu lenken mit der Vorstellung, sie nach
außen zu richten und etwas zu beeinflussen. Damit verschwendest
Du nur Deine Energie und schwächst Deine
Kraft des klaren Denkens. In den vorherigen Kapiteln ist
ausführlich beschrieben, wie wir denken müssen, um
reich zu werden. Dein Glaube und Deine
Entschlossenheit prägen der formlosen Substanz Deine
Wunschvorstellung positiv ein, denn sie hat DEN
GLEICHEN WUNSCH NACH MEHR
LEBENSAUSDRUCK WIE DU; und dieses Bild, das sie
aufnimmt, setzt alle schöpferischen Kräfte IN UND
DURCH IHRE GESETZMÄSSIGEN KANÄLE in Tätigkeit
und zwar genau in Deine Richtung.
Es ist nicht Deine Aufgabe, den schöpferischen
Vorgang zu leiten oder zu überwachen. Alles, was Du
dazu beizutragen hast, ist, Deine Vorstellung
aufrechtzuerhalten, an Deiner Entschlossenheit
festzuhalten und Glauben und Dankbarkeit zu bewahren.
Aber Du musst in einer bestimmten Art tätig werden,
so dass Du das, was Dir zusteht, annehmen kannst, wenn
es auf Dich zukommt; so dass Du die Dinge, die Du in
Deiner Vorstellung schon besitzt, auf ihren richtigen
Platz stellen kannst, sobald sie eintreffen.
Die Richtigkeit dieser Wahrheit lässt sich leicht
beweisen. Wenn Dinge Dich erreichen, dann befinden sie
sich in den Händen anderer Menschen, die dafür einen
Gegenwert haben wollen.
Du kannst jedoch nur das bekommen, was Dir zusteht,
wenn Du anderen Menschen gibst, was ihnen zusteht.
Deine Brieftasche wird nicht in eine Glücksbrieftasche
verwandelt, die ständig mit Geld gefüllt bleibt, ohne
Mühe von Deiner Seite.
Dies ist der kritische Punkt in der WISSENSCHAFT
DES REICHWERDENS. Genau hier müssen Denken und
persönliches Tun in Einklang gebracht werden. Es gibt
sehr viele Menschen die, bewusst oder unbewusst, die
schöpferischen Kräfte durch die Stärke und die Ausdauer
ihrer Wunschvorstellung in Tätigkeit setzen, dann aber
arm bleiben, weil sie nicht die Vorkehrungen treffen, um
das Gewünschte in Empfang zu nehmen, wenn es bei
ihnen eintrifft.

Durch Gedankenkraft kommt das, was Du Dir
wünschst, auf Dich zu. Durch Handeln nimmst Du es in
Empfang.
Wie immer Dein Tun auch aussehen mag, es ist
offensichtlich, dass Du JETZT handeln musst. Du kannst
nicht in der Vergangenheit handeln. Es ist notwendig zur
Klärung Deiner mentalen Vorstellung, dass Du die
Vergangenheit aus Deinem Gemüt entlässt. Du kannst
auch nicht in der Zukunft handeln, denn die Zukunft ist
noch nicht hier. Du kannst auch nicht sagen, wie Du Dich
bei einer zukünftigen Gelegenheit verhalten wirst, bis
diese Gelegenheit gekommen ist.
Nur weil Du jetzt nicht die richtige Arbeit hast oder in
der richtigen Umgebung lebst, denke nicht, dass Du Dein
Tun und Handeln verschieben musst, bis Du die richtige
Arbeit hast oder in der richtigen Umgebung lebst.
Verbringe Deine Zeit jetzt auch nicht damit zu überlegen,
wie Du eventuelle zukünftige Schwierigkeiten handhaben
willst. Vertraue auf Deine Fähigkeiten, mit allen
Notfällen fertig zu werden, sollten sie eintreffen.
Wenn Du in der Gegenwart handelst, aber mit Deinen
Gedanken schon in der Zukunft bist, dann haben Deine
jetzigen Handlungen nicht Deine gesamte Aufmerksamkeit
und können nicht effektiv sein.
Lenke Deine ganze Aufmerksamkeit auf das, was Du
jetzt gerade tust.
Übergib nicht Deine schöpferischen Impulse der
Originalsubstanz und setze Dich dann hin, um auf
Ergebnisse zu warten. Falls Du das tust, wirst Du sie nie
erreichen. Handle jetzt. Es gibt niemals eine andere Zeit
als das Jetzt, und es wird auch nie eine andere Zeit geben
als das Heute. Wenn Du überhaupt jemals damit beginnen
willst, das in Empfang zu nehmen, was Du Dir wünschst,
dann musst Du jetzt beginnen.
Und sehr wahrscheinlich muss Deine Tätigkeit, wie
immer sie sein mag, in Deinem jetzigen Geschäft oder in
Deiner jetzigen Arbeitsstelle beginnen sowie mit den
Menschen und Dingen in Deiner augenblicklichen
Umgebung.
Du kannst nicht da tätig werden, wo Du gar nicht bist.
Du kannst nicht da tätig sein, wo Du einmal gewesen
bist, und Du kannst auch nicht da handeln, wo Du einmal
hingehen wirst. Du kannst nur da tätig sein, wo Du
gerade bist.

Halte Dich nicht mit der Überlegung auf, ob Du
Deine Arbeit gestern gut oder schlecht getan hast.
Mache heute Deine Arbeit gut.
Versuche nicht schon heute, die Arbeit von morgen
zu erledigen: Dazu wird morgen genügend Zeit sein.
Versuche nicht, durch okkulte Mittel auf Menschen
oder Dinge einzuwirken.
Warte nicht ab, dass sich die Umgebung ändert, bevor
Du tätig wirst. Führe durch Dein Handeln eine
Veränderung der Umgebung herbei. Du kannst auf die
Umgebung, in der Du Dich gerade befindest, so
einwirken, dass Du selbst in eine bessere Umgebung
versetzt wirst.
Halte mit Glauben und Entschlossenheit an dem Bild
fest, Dich in einer besseren Umgebung zu sehen, aber
wirke auf Deine augenblickliche Umgebung mit Deinem
ganzen Herzen, mit Deiner ganzen Kraft und mit all
Deinem Verstand.
Verbringe Deine Zeit nicht mit Tagträumen, baue Dir
keine Luftschlösser. Halte an dem einen Bild des von Dir
Gewünschten fest und handle JETZT.
Suche nicht angestrengt nach neuen Aufgaben oder
fremden, ungewöhnlichen oder herausragenden Dingen,
die Du als ersten Schritt in Richtung Reichtum tun
kannst. Es ist wahrscheinlich so, dass Du, zumindest für
einige Zeit, weiter die Arbeit tust, die Du auch in der
Vergangenheit getan hast. Du solltest aber jetzt damit
beginnen, diese Arbeiten auf die bestimmte Art zu tun,
die Dich sicherlich reich machen wird.
Wenn Du in einem Beruf tätig bist und meinst, er wäre
nicht der richtige für Dich, dann warte nicht darauf, dass
Du den richtigen Beruf bekommst, bevor Du zu handeln
beginnst. Sei weder entmutigt noch setze Dich hin und
lamentiere, weil Du am falschen Platz bist. Es ist noch
nie jemand so am falschen Platz gewesen, dass er nicht
seinen richtigen Platz hätte finden können, und es hat
auch noch nie jemand eine derart falsche Arbeit getan,
dass er nicht die richtige Arbeit hätte finden können.
Halte fest an Deiner Vorstellung und sieh Dich selbst
im richtigen Beruf – mit der Entschlossenheit, Dein Ziel
zu erreichen, und mit dem Glauben, dass Du dabei bist,
es zu schaffen. Aber HANDLE da; wo Du gerade bist.
Nutze Deine augenblickliche Stellung dazu, eine bessere
zu erreichen, und nutze Deine augenblickliche Umgebung

dazu; eine bessere zu finden. Wenn Du Dich mit Glauben
und Entschlossenheit in der richtigen Aufgabe siehst,
dann bewirkst Du damit, dass sich die richtige Aufgabe
auf Dich zu bewegt. Und wenn Du Dich in der
bestimmten Art verhältst, dann wirst Du Dich auf diese
Aufgabe zu bewegen.
Wenn Du angestellt bist oder Lohn empfängst und
meinst, dass Du Dich verändern solltest, damit Du Dein
Gewünschtes erhältst, dann projiziere nicht Deine Gedanken
in den Raum und verlasse Dich darauf, dass Du eine
andere Arbeit bekommst. Damit hast Du wahrscheinlich
keinen Erfolg. Du wirst aber sicher die gewünschte Stelle
bekommen, wenn Du Dich bereits in der neuen Stelle
siehst, bei dieser Vorstellung verweilst und mit Glauben
und Entschlossenheit Deine jetzige Stellung ausfüllst.
Deine Vorstellungskraft und Dein Glauben setzen die
schöpferischen Kräfte in Bewegung, damit Dein Wunsch
erfüllt wird, und Dein Handeln bewirkt, dass die Kräfte
in Deiner eigenen Umgebung Dich auf Dein gewünschtes
Ziel zuführen.
Wir schließen dieses Kapitel, indem wir unseren
bisherigen Lehrsätzen einen neuen hinzufügen:
Es gibt einen denkenden Stoff; aus dem alle Dinge
gemacht sind, und der in seinem ursprünglichen
Zustand die Räume des Universums durchdringt,
erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet,
bringt das Ding hervor, das durch den Gedanken
geprägt wird.
Die Menschen können Dinge in ihren Gedanken
formen, und wenn sie diese Gedanken der formlosen
Substanz einprägen, können sie die Entstehung des
Dinges, an das sie denken, verursachen.
Um dies zu tun, müssen die Menschen vom
Konkurrenzdenken zum schöpferischen Denken gelangen;
sie müssen sich ein klares mentales Bild von
dem machen, was sie haben möchten, und dieses Bild
in ihren Gedanken mit der festen Entschlossenheit
verankern, das zu bekommen, was sie haben möchten.
Sie müssen den unerschütterlichen Glauben aufbringen,
dass sie das bekommen, was sie sich
wünschen und ihr Gemüt gegen alles verschließen,
was dazu führen könnte, ihre Entschlossenheit zu
erschüttern, ihre Vorstellung abzuschwächen oder
ihren Glauben zu zerstören.

Damit wir das Gewünschte erhalten können, wenn
auf uns zukommt, müssen wir jetzt auf Menschen
Dinge in unserer‘ augenblicklichen Umgebung
einwirken.
Merke:
Lenke Deine ganze Aufmerksamkeit auf das, was Du
gerade tust.
Handle jetzt. Es gibt niemals eine andere Zeit als
Jetzt, und es wird auch nie eine andere Zeit geben als
Heute.
Wenn Du überhaupt jemals damit beginnen willst, das
Empfang zu nehmen, was Du Dir wünschst, dann musst
Du jetzt beginnen.
Warte nicht ab, dass sich die Umgebung ändert, bevor
Du tätig wirst. Führe durch Dein Handeln
Veränderung der Umgebung herbei.
Handle da, wo Du gerade bist. Nutze Dein
augenblickliche Stellung dazu, eine bessere zu erreichen,
und nutze Deine augenblickliche Umgebung dazu,
bessere zu finden.

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Kapitel 12
Wirkungsvolles Handeln
Du musst Deine Gedanken in der Weise einsetzen, die in
den vorigen Kapiteln beschrieben wurde. Dann musst Du
damit beginnen, an Deinem Platz das zu tun, wozu Du
fähig bist, und Du musst ALLES tun, was Du kannst.
Du kannst nur voranschreiten, indem Du größer bist als
Dein augenblicklicher Platz. Jedoch sind Menschen nicht
größer als ihr momentaner Platz, wenn sie irgendeine
Arbeit ungetan lassen, die zu diesem Platz gehört.
Die Welt wird nur durch die vorangebracht, die ihren
gegenwärtigen Platz mehr als ausfüllen.
Wenn niemand den eigenen Platz ganz ausfüllt, dann
müsste eine Rückwärtsbewegung auf allen Gebieten
einsetzen. Diejenigen, die ihren jetzigen Platz nicht ganz
ausfüllen, sind für die Gesellschaft, die Regierung, den
Handel und die Industrie nutzloser Ballast. Sie müssen
von anderen mit großen Kosten mitgetragen werden. Der
Fortschritt der Welt wird nur durch diejenigen
aufgehalten, die den Platz, den sie innehaben, nicht ganz
ausfüllen. Sie gehören einem vergangenen Zeitalter und
einer niedrigeren Lebensfarm an und gehen rückwärts.
Keine Gesellschaft könnte sich weiterentwickeln, wenn
die Menschen die ihnen bestimmten Plätze nicht
ausfüllen würden. Die soziale Evolution wird bestimmt
durch die physische und mentale Evolution. In der
Tierwelt wird die Evolution durch ein Übermaß an Leben
verursacht.
Wenn ein Organismus mehr Leben besitzt, als er auf
seiner eigenen Ebene zum Ausdruck bringen kann, dann
entwickelt er die Organe einer höheren Ebene, und eine
neue Gattung ist geboren.
Es hätte nie neue Gattungen gegeben ohne
Organismen, die ihren Platz mehr als ausgefüllt hätten.
Das Gesetz gilt auch für Dich. Dein Reichwerden hängt
davon ab, dass Du diese Lehrsätze auf Deine eigenen
Angelegenheiten anwendest.
Jeder Tag ist entweder ein erfolgreicher Tag oder ein
Tag des Misserfolgs, und es sind die erfolgreichen Tage,
die Dir das beschaffen, was Du Dir wünschst. Wenn jeder
Tag ein misslungener Tag, ist, kannst Du niemals reich
werden. Wenn aber jeder Tag erfolgreich ist, dann kannst
Du nicht anders als reich werden.

Wenn es etwas gibt, das heute getan werden kann, und
Du tust es nicht, dann ist dieser Tag verloren, was diese
Sache betrifft. Die Konsequenzen können viel verhängnisvoller
sein, als Du Dir vorstellst. Du kannst das
Ergebnis der geringfügigsten Tätigkeiten nicht
voraussehen. Du kennst das Wirken all der Kräfte nicht,
die sich für Dich in Bewegung gesetzt haben. Es mag viel
davon abhängen, dass Du eine einfache Tätigkeit ausübst.
Es kann genau jenes sein, wodurch Dir die Tür zu viel
größeren Möglichkeiten aufgetan wird. Du kannst
niemals all die Verbindungen erkennen, die die höchste
Intelligenz in der Welt der Dinge und menschlichen
Beziehungen für Dich arrangiert. Deine Nichtbeachtung
oder Dein Versagen, eine ganz kleine Sache zu tun, kann
bewirken, dass die Erfüllung Deiner Wünsche lange hinausgezögert
wird.
Tue jeden Tag ALLES, was an diesem Tag getan
werden kann.
Es gibt jedoch eine nähere Bestimmung zu dieser
Aussage, die Du berücksichtigen musst.
Du sollst Dich weder überarbeiten noch sollst Du Dich
blind auf Deine Arbeit stürzen, um so viel wie möglich in
der kürzest möglichen Zeit zu tun.
Versuche nicht, die Arbeit von morgen schon heute zu
tun, auch nicht, die Arbeit einer Woche an einem Tag zu
erledigen. Es ist nicht die Anzahl der Dinge, die Du
erledigst, sondern die QUALITÄT hinter jeder einzelnen
Handlung, die zählt.
Jede Handlung ist für sich selbst gesehen ein Erfolg
oder ein Fehlschlag.
Jede Tätigkeit ist für sich selbst betrachtet entweder
wirkungsvoll oder wirkungslos.
Jede Tätigkeit, die schlecht durchgeführt wurde, ist ein
Fehlschlag, und wenn Du Dein Leben damit zubringst;
Arbeiten schlecht zu erledigen, dann wird Dein gesamtes
Leben ein Reinfall sein.
Es wird um so schlimmer für Dich, je uneffektiver
Deine Arbeit ist.
Andererseits ist jede gut durchgeführte Arbeit ein
Erfolg in sich selbst, und wenn jede Arbeit, die Du tust,
gut getan ist, dann MUSS Dein ganzes Leben ein Erfolg
sein.

Die Ursache von Versagen liegt darin, dass zu viele
Dinge auf unwirksame Art und nicht . genügend Dinge
auf wirkungsvolle Weise getan werden.
Die Aussage wird Dir einleuchten; dass Du reich
werden musst, wenn Du keine uneffektiven Arbeiten,
sondern eine ausreichende Anzahl von Arbeiten effektiv
ausführst. Wenn es Dir also möglich ist, jede Arbeit
rationell und wirkungsvoll zu erledigen, dann erkennst
Du wiederum, dass der Erwerb von Reichtum auf eine
exakte Wissenschaft zurückgeführt werden kann – wie
zum Beispiel die Mathematik.
Somit hängt alles von der Frage ab, ob Du jede
einzelne Arbeit so ausführen kannst, das sie ein Erfolg in
sich selbst ist. Und dazu bist Du durchaus in der Lage.
Du kannst jede einzelne Aufgabe erfolgreich
ausführen, denn alle Kräfte arbeiten mit Dir, und diese
Kräfte können nicht versagen.
Die Kraft steht Dir zur Verfügung. Um also jede
Aufgabe wirksam zu lösen, brauchst Du diese Kraft nur
für sie einzusetzen.
Jede Tätigkeit wird entweder gut ausgeführt oder nicht.
Wenn Du aber jede Aufgabe gut durchführst, dann bist
Du in der bestimmten Art tätig, die Dich reich macht.
Jede Tätigkeit kann auf die bestmögliche Weise
ausgeführt werden, wenn Du Deine Aufmerksamkeit auf
sie gerichtet hältst, während Du sie verrichtest, und wenn
Du Deinen GLAUBEN und Deine ENTSCHLOSSENHEIT
darauf lenkst.
An diesem Punkt versagen die Menschen; die die
mentale Kraft von persönlichem Tun trennen. Sie setzen
zwar die Kraft der Gedanken an einem Ort und zu einer
Zeit ein, handeln dann aber an einem anderen Ort und zu
einer anderen Zeit. Damit ist ihr Tun in sich selbst
erfolglos. Zu vieles davon ist unbrauchbar. Wenn jedoch
die gesamte Energie in jede Tätigkeit fließt, ganz gleich,
wie gewöhnlich sie scheinen mag, dann ist jede Tätigkeit
in sich selbst erfolgreich. Und so wie es in der Natur der
Dinge liegt, dass jeder Erfolg den Weg zu neuen Erfolgen
öffnet, so wird das Voranschreiten auf das von Dir
Gewünschte hin und das Entgegenkommen desselben immer
schneller werden.
Denke daran, dass jede erfolgreiche Tätigkeit den
Erfolg steigert. Da der Wunsch nach mehr
Lebensausdruck allen Dingen eigen ist, kommen mehr
Dinge einfach auf die Menschen zu, wenn sie beginnen,

sich auf das größere Leben zu zu bewegen. So wird die
Wirkungsweise ihrer Wünsche um ein Vielfaches
verbessert.
Erledige jeden Tag alles, was Du erledigen kannst, und
führe jede Aufgabe auf wirkungsvolle Weise durch.
Wenn ich sage, dass Du Deine Wunschbilder auch
während der einfachsten Tätigkeit aufrechterhalten sollst,
dann meine ich damit nicht, dass es erforderlich ist, das
Wunschbild zu allen Zeiten mit allen Details zu sehen. In
Deiner Freizeit sollte es Deine Aufgabe sein, Deine
Vorstellungskraft auf die Einzelheiten Deines Wunschbildes
zu lenken und es gefühlsmäßig zu beleben, bis es
ganz fest in Deinem Gedächtnis verankert ist.
Wenn Du schnelle Ergebnisse haben möchtest, dann
verbringe praktisch Deine ganze Zeit mit dieser Übung.
Durch ständige Betrachtung kannst Du das Bild
dessen, was Du Dir wünschst, selbst bis zum kleinsten
Detail, so fest Deinem Gedächtnis einprägen und so
vollständig auf das Gemüt der formlosen Substanz
übertragen, dass Du Dich während Deiner Arbeitszeit
nur mental auf das Bild beziehen musst, um Deinen
Glauben und Deine Entschlossenheit anzuregen und
damit Deine besten Bestrebungen hervorzubringen. Male
Dir die Erfüllung Deiner Wünsche so lebendig während
Deiner Freizeit aus, bis Dein Bewusstsein so voll damit
ist, dass Du sofortigen Zugriff dazu hast. Du wirst dann
so begeistert von seinen leuchtenden Versprechungen
sein, dass der leiseste Gedanke daran die größten
Energien Deines gesamten Wesens hervorbringt.
Lass uns unsere Lehrsätze wiederholen und die letzte
Aussage ein wenig verändern, damit sie auch den Punkt
einschließt, den wir gerade erreicht haben.
Es gibt einen denkenden Stoff; aus dem alle Dinge
gemacht sind, und der in seinem ursprünglichen
Zustand die Räume des Universums durchdringt,
erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet,
bringt das Ding hervor, das durch den Gedanken
geprägt wird.
Die Menschen können Dinge in ihren Gedanken
formen, und wenn sie diese Gedanken der formlosen
Substanz einprägen, können sie die Entstehung des
Dinges, an das sie denken, verursachen.

Um dies zu erreichen, müssen die Menschen vom
Konkurrenzdenken zum schöpferischen Denken
gelangen. Sie müssen sich ein klares mentales Bild
von dem machen, was sie haben möchten, und mit
Glauben und Entschlossenheit jeden Tag alles tun,
was sie tun können, und dabei jede einzelne Tätigkeit
in effektiver Weise ausführen.
Merke:
Die Welt wird nur durch die vorangebracht, die ihren
gegenwärtigen Platz mehr als ausfüllen.
Tue jeden Tag alles, was an diesem Tag getan werden kann.
Es ist nicht die Anzahl der Dinge, die Du erledigst, sondern
die QUALITÄT hinter jeder einzelnen Handlung, die zählt.
Jede gut durchgeführte Arbeit ist ein Erfolg in sich selbst.
Und wenn jede Arbeit, die Du tust, gut getan ist, dann muss
Dein ganzes Leben ein Erfolg sein, dann bist Du in der
bestimmten Art tätig, die reich macht.

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Kapitel 13
Wie du die richtige Aufgabe findest
Wenn Du auf einem bestimmten Gebiet erfolgreich sein
willst, ist dies zunächst abhängig davon, dass Du die für
diesen Bereich erforderlichen Fähigkeiten gut entwickelt
hast. Niemand kann als Musiklehrer erfolgreich sein,
wenn er keine guten musischen Anlagen besitzt. Ohne gut
entwickelte handwerkliche Fähigkeiten kann auch niemand
großen Erfolg auf einem handwerklichen Gebiet
erringen, und ohne Feingefühl und kaufmännische
Eigenschaften kann auch niemand im Handel Erfolg
haben. Um in einer bestimmten Branche reich zu werden,
reicht es aber durchaus nicht, dass Du die für diese
Branche erforderlichen Kenntnisse besitzt. Es gibt
Musiker, die bemerkenswertes Talent besitzen und doch
arm bleiben; es gibt Schmiede, Schreiner usw., die
hervorragende handwerkliche Fähigkeiten besitzen, aber
nicht reich werden, und es gibt Kaufleute, die gut mit
Menschen umgehen können und trotzdem versagen. Die
verschiedenen Fähigkeiten sind Werkzeuge. Es ist von
größter Wichtigkeit, die richtigen Werkzeuge zu besitzen.
Es ist aber von gleicher Bedeutung, diese Werkzeuge
auch in der richtigen Weise einzusetzen. Da kann jemand
eine scharfe Säge, ein Winkelmaß und einen guten Hobel
usw. haben und damit ein gefälliges Möbelstück
herstellen, während jemand anderes, der mit denselben
Werkzeugen ein ähnliches Möbelstück herstellen will;
versagt – weil das Wissen fehlt, wie die guten Werkzeuge
in erfolgreicher Weise einzusetzen sind. Die
verschiedenen Fähigkeiten Deines Gemüts sind die
Werkzeuge, mit denen Du die Arbeit ausführen musst,
die Dich reich machen soll. Es wird Dir leichter fallen,
reich zu werden, wenn Du eine Arbeit ausübst oder in
einer Branche tätig bist, für die Du die passenden
Voraussetzungen mitbringst. Allgemein gesprochen
bedeutet dies, dass Du die besten Leistungen auf dem
Gebiet erbringst, für das Du am besten mit Talenten
ausgestattet bist. Aber für diese Feststellung gibt es
Einschränkungen. Wir sollten nicht annehmen, dass wir
in unserem Beruf durch unsere angeborenen Neigungen
unwiderruflich festgelegt sind.

Du kannst auf JEDEM Gebiet reich werden. Wenn Du
dafür bisher nicht die richtigen Fähigkeiten hattest, dann
kannst Du sie entwickeln. Das bedeutet lediglich, dass
Du die erforderlichen Werkzeuge eben entwickeln musst,
anstatt Dich auf den Einsatz der Werkzeuge zu
beschränken, mit denen Du geboren wurdest. Es ist
sicherlich LEICHTER für Dich, in einem Beruf erfolgreich
zu sein, für den Du bereits gut ausgebildete
Fähigkeiten besitzt. Aber Du KANNST in jedem Beruf
erfolgreich sein, denn Du kannst alle elementaren
Fähigkeiten entfalten; und es gibt keine Talente, die Du
nicht wenigstens als Anlage in Dir hast.
Du kannst am leichtesten reich werden – was Deinen
Einsatz betrifft -, wenn Du die Arbeit tust, für die Du am
besten geeignet bist. Doch Du wirst auf erfreuliche Weise
reich werden, wenn Du die Arbeit tust, die Du am
liebsten tun MÖCHTEST.
Du lebst erst wirklich, wenn Du das tust, was Du tun
möchtest. Es gibt keine wirkliche Befriedigung im Leben,
wenn wir gezwungen sind, ständig Dinge zu tun, die wir
nicht wirklich tun möchten, und nicht tun können, was
wir uns wünschen. Es ist aber sicher, dass Du das tun
kannst, was Du tun möchtest. Der Wunsch danach ist
schon der Beweis dafür, dass Du in Dir die Kraft hast, die
es tun kann.
Wünschen ist eine Manifestation der Kraft.
Der Wunsch, Musik zu spielen, ist bereits die
Fähigkeit, die die Musik spielen kann und nach Ausdruck
und Verwirklichung verlangt. Der Wunsch, mechanische
Geräte zu erfinden, ist das mechanische Talent, das
Ausdruck und Verwirklichung sucht.
Wo es weder entwickelte noch unentwickelte
Fähigkeiten gibt, etwas zu tun, da ist auch der Wunsch
danach nicht vorhanden. Wo es aber einen starken
Wunsch gibt, etwas zu tun, ist dies der Beweis dafür,
dass auch die Fähigkeiten dazu in starkem Maße
vorhanden sind und nur darauf warten, in der richtigen
Art und Weise ausgebildet und eingesetzt zu werden.
Wenn alle anderen Voraussetzungen gleich sind, dann
ist es am günstigsten, einen Beruf zu wählen, für den Du
die bestentwickelten Talente mitbringst. Wenn Du aber
den starken Wunsch verspürst, auf einem ganz
bestimmten Gebiet tätig zu sein, dann solltest Du Dir
diese Arbeit als das Endziel auswählen, das Du anstrebst.

Du kannst tun, was Du tun möchtest, und es ist Dein
Recht und auch Dein Vorzug, dass Du das Geschäft
führen oder den Beruf ausüben kannst, das oder der Dir
am meisten liegt und Dir Freude macht.
Du bist nicht verpflichtet, etwas zu tun, was Du nicht
tun möchtest, und Du solltest es auch nicht tun, es sei
denn, Du siehst es als Möglichkeit, Dich zu Deiner
gewünschten Tätigkeit zu bringen. Wenn Du in der
Vergangenheit Fehler gemacht hast und Du deswegen
jetzt eine ungeliebte Arbeit ausführst oder Dich in einer
unfreundlichen Umgebung aufhältst, dann magst Du für
eine Weile verpflichtet sein, dabei zu bleiben. Diese
Tätigkeit kannst Du aber für Dich durch die Erkenntnis
erfreulich gestalten, dass Dich die Erfüllung Deiner
jetzigen Aufgabe Deiner Wunscharbeit näher bringt.
Wenn Du das Gefühl hast, nicht im richtigen Beruf
tätig zu sein, dann handle nicht voreilig und unüberlegt,
um einen anderen Beruf ausüben zu können. Im
allgemeinen ist es die beste Art, durch Wachstum in eine
neue Aufgabe oder neue Umgebung zu wechseln.
Hab keine Angst vor plötzlichen oder radikalen
Veränderungen, wenn sich die Gelegenheit bietet und Du
nach sorgfältiger Überlegung das Gefühl hast, vor der
richtigen Gelegenheit zu stehen. Nimm aber niemals
plötzliche oder radikale Veränderungen vor, wenn Du
auch nur den leisesten Zweifel an der Richtigkeit Deines
Vorgehens hast.
Auf der schöpferischen Ebene gibt es niemals Anlass
zur Eile noch Mangel an Gelegenheiten.
Wenn Du das Konkurrenzdenken hinter Dir lässt, wirst
Du verstehen, dass es niemals Grund gibt, übereilt zu
handeln. Niemand wird Dir bei dem zuvorkommen, was
Du tun willst, denn es gibt genug Möglichkeiten für alle.
Wenn ein Platz besetzt ist, dann wird ein weiterer,
besserer Dir innerhalb kurzer Zeit offen stehen. Es ist
genug Zeit da. Wenn Du im Zweifel bist, warte. Kehre
wieder zur Kontemplation Deiner Wunschvorstellung
zurück und lass Deinen Glauben und Deine
Entschlossenheit wachsen, und vor allem entwickle in
Zeiten des Zweifels und der Unentschlossenheit Deine
Dankbarkeit.
Wenn Du nur einen oder zwei Tage lang mit der
Betrachtung des von Dir angestrebten Wunschbildes
verbringen und dabei ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit
dafür entwickeln kannst, dass Du das Gewünschte schon
erhalten hast, dann bringt Dich das in eine solch enge

Beziehung zum Höchsten, dass Du keine Fehler machen
wirst, wenn Du schließlich handelst.
Es gibt ein Bewusstsein, das alles weiß, was zu wissen
ist. Wenn Du tiefe Dankbarkeit empfindest, kannst Du
mit diesem Bewusstsein durch Glauben und Entschlossenheit
in Einklang kommen und im Leben
voranschreiten. Fehler entstehen dadurch, dass wir zu
schnell handeln, in Furcht oder Zweifel handeln, oder
wenn wir die rechten Beweggründe vergessen, nämlich:
mehr Leben für alle und nicht weniger Leben für irgendwen.
Wenn Du Dich auf diese bestimmte Art verhältst, dann
werden sich Dir immer mehr Gelegenheiten bieten. Dazu
wirst Du in Deinem Glauben und Deiner Entschlossenheit
fest verankert und mit dem einen Bewusstsein durch tiefe
Dankbarkeit in enger Berührung bleiben müssen.
Tue jeden Tag alles, zu dem Du fähig bist – in der
bestmöglichen Art und Weise, aber tue es ohne Hast,
Sorge oder Furcht. Gehe so schnell Du kannst, aber ohne
Eile.
Denke daran, dass Du in dem Augenblick aufhörst,
schöpferisch tätig zu sein und wieder in
Konkurrenzdenken verfällst, wenn Du zu eilen beginnst.
Du fällst dann wieder auf die alte Entwicklungsstufe zurück.
Halte ein, wann immer Du Dich in Eile befindest.
Richte Deine Aufmerksamkeit auf das geistige Bild
dessen, was Du Dir wünschst, und beginne zu danken,
dass Du es erhältst. Diese Übung der Dankbarkeit versagt
niemals. Sie erneuert Deinen Glauben und Deine
Entschlossenheit.
Merke:
Auf der schöpferischen Ebene gibt es niemals Anlass zur
Eile, noch Mangel an Gelegenheiten.
Fehler entstehen dadurch, dass wir zu schnell handeln, in
Furcht oder Zweifel handeln, oder wenn wir die rechten
Motive vergessen, nämlich: mehr Leben für alle und nicht
weniger Leben für irgendwen.
Halte ein, wann immer Du Dich in Eile befindest.

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Kapitel 14
Den Gedanken von Wachstum vermitteln
Ob Du nun Deinen Beruf wechselst oder nicht, Deine
augenblicklichen Handlungen müssen sich auf die Arbeit
beziehen, die Du gerade ausführst.
Du kannst die von Dir gewünschte Aufgabe finden,
indem Du die Arbeit, die Du gerade ausübst, konstruktiv
nutzt, das heißt, indem Du Deine tägliche Arbeit auf eine
ganz bestimmte Art und Weise tust.
Soweit Deine Aufgabe im Umgang mit anderen
Menschen besteht – ob nun durch persönlichen oder
brieflichen Kontakt -, muss der Schlüsselgedanke hinter
all Deinen Bemühungen der sein, diesen Menschen die
Idee von Wachstum zu vermitteln.
Wachstum ist das, was wir suchen. Es ist das Drängen
der formlosen Intelligenz in uns nach größerem
Ausdruck.
Der Wunsch nach Wachstum ist der gesamten Natur
eingeboren. Er ist der fundamentale Impuls des
Universums. Alle menschlichen Tätigkeiten entspringen
dem Wunsch nach Wachstum. Die Menschen wünschen
sich mehr Nahrung, mehr Kleidung, bessere Unterkünfte,
mehr Luxus, mehr Schönheit, mehr Wissen, mehr Vergnügen
– Wachstum in allem, mehr Leben.
Jedes lebende Wesen untersteht der Notwendigkeit
ständigen Fortschritts. Wo Wachstum des Lebens aufhört,
treten sofort Auflösung und Tod ein.
Unbewusst wissen wir dies, und deshalb suchen wir
ständig nach mehr. Das Gesetz vom ewigen Wachstum
beschreibt Jesus in dem Gleichnis von den Talenten:
»Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird
die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was
er hat, genommen werden.« (Matthäus 25:29)
Der normale Wunsch nach wachsendem Reichtum ist
weder böse noch tadelnswert. Es ist lediglich der Wunsch
nach einem erfüllteren Leben. Es ist ein Sehnen nach Höherem.
Und weil es der tiefste Instinkt eines jeden Wesens ist,
fühlen wir uns von Menschen angezogen, die uns mehr
über die Möglichkeiten des Lebens vermitteln können.
Wenn Du Dich in der bestimmten Art verhältst, die auf
den vorherigen Seiten beschrieben wurde, dann gewinnst
Du wachsenden Reichtum für Dich selbst und vermittelst
ihn weiter an all die, mit denen Du zu tun hast.

Du bist dann ein schöpferisches Zentrum, das alle am
Wachstum teilhaben lässt. Denke stets daran. Vermittle
allen Menschen, jedem Mann, jeder Frau, jedem Kind,
mit dem Du in Kontakt kommst, das sichere Gefühl
dieser Tatsache. Ganz gleich, wie klein die Transaktion
auch sein mag, lass den Gedanken an Wachstum in diese
Transaktion einfließen und stelle sicher, dass Du dem
Kunden diesen Gedanken vermittelst.
Übertrage mit allem, was Du tust, den Gedanken an
Wachstum, damit ein jeder den Eindruck gewinnt, dass
Du ein Mensch des Fortschritts bist und allen zu Wachstum
verhilfst, die mit Dir zu tun haben. Widme auch den
Menschen Gedanken des Fortschritts, denen Du nur
privat begegnest, ohne irgendwelche Gedanken an geschäftliche
Transaktionen oder Verkaufsabsichten.
Du kannst diesen Eindruck dadurch übermitteln, dass
Du Dir mit unerschütterlichem Glauben das Bild Deines
eigenen Wachstums einverleibst und indem Du diesen
Glauben all Deine Handlungen inspirieren, erfüllen und
durchdringen lässt.
Tue alles, was Du tust, in der festen Überzeugung, dass
Du ein Mensch des Fortschritts bist und dass Du zum
Fortschritt der anderen beiträgst. Entwickle das Gefühl
des Reichwerdens. Fühle, dass Du anderen durch Dein
Gefühl des Reichwerdens zu ihrem Reichtum verhilfst
und damit allen nützt.
Sei nicht überheblich und prahle nicht mit Deinem
Erfolg oder sprich nicht unnötigerweise darüber. Wahrer
Glaube ist niemals überheblich.
Wann immer Du einen Menschen findest, der prahlt,
findest Du auch einen, der insgeheim zweifelt und
ängstlich ist. Empfinde ganz einfach den Glauben und
lass ihn in jeder Handlung zum Ausdruck kommen. Lass
jede Tat, jede Schwingung, jeden Blick die stille
Sicherheit ausdrücken, dass Du reich wirst oder schon
reich bist. Es sind keine Worte nötig, um dieses Gefühl
den anderen mitzuteilen. Sie werden in Deiner Nähe das
Gefühl des Wachstums spüren und sie werden dadurch
von Dir angezogen.
Du musst die anderen so beeindrucken, dass sie das
Gefühl haben, durch die Verbindung zu Dir selbst zu
gewinnen. Achte darauf, dass Du Deinen Mitmenschen
an Nutzwert mehr gibst, als Du von ihnen an Geldwert
erhältst.

Empfinde dabei, wie Du aufblühst und lass dies auch
jeden wissen. Du wirst keinen Mängel an Kunden haben.
Die Menschen gehen dahin, wo sie Wachstum erfahren,
und der Höchste, der für alle Wachstum will und alles
weiß, führt Dir Männer und Frauen zu, die noch nie von
Dir gehört haben. Deine Aufgaben werden schnell
wachsen, und Du wirst Dich wundern über die
unerwarteten Segnungen, die Du erfahren wirst. Du wirst
von Tag zu Tag wichtigere Verbindungen anknüpfen,
größere Vorteile sichern und eine Dir angenehmere
Arbeit finden, wenn Du dies wünschst.
Hierbei darfst Du jedoch niemals Dein Wunschbild
oder Deinen Glauben und Deine Entschlossenheit, das
Gewünschte zu erhalten, aus den Augen verlieren.
Lass mich hier ein weiteres Wort der Warnung in
bezug auf Beweggründe aussprechen.
Sei auf der Hut vor der hinterlistigen Versuchung,
Macht über andere Menschen gewinnen zu wollen.
Nichts ist dem ungebildeten oder nur teilweise
entwickelten Gemüt so angenehm, wie die Ausübung von
Macht oder Herrschaft über andere. Der Wunsch nach
Machtausübung zu selbstsüchtigen Zwecken ist von jeher
der Fluch der Welt gewesen. Unzählbare Zeitalter
hindurch haben Könige und Herrschende die Erde durch
Kriege mit Blut getränkt, um ihre Herrschaft
auszudehnen – nicht, um mehr Leben für alle zu suchen,
sondern um mehr Macht für sich zu gewinnen.
In der Industrie- und Geschäftswelt von heute ist der
Beweggrund der gleiche: Männer dirigieren ihre Dollar-
Armeen und verwüsten damit das Leben und die Herzen
von Millionen von Menschen im gleichen verrückten
Kampf um Macht über andere. Wirtschaftliche wie
politische Könige werden vom Machthunger getrieben.
Jesus erkannte in diesem Herrschaftsanspruch über
andere die Grundlage für jedes destruktive Verhalten, das
er zu über winden suchte. Lies das 23. Kapitel von
Matthäus. Darin beschreibt Jesus das Verlangen der
Pharisäer, »Meister« genannt zu werden, erhöht zu sitzen,
andere zu beherrschen und den weniger Glücklichen die
Lasten aufzubürden. Und lies, wie er diese Gier nach
Herrschaft der geschwisterlichen Suche nach Gutem für
alle gegenüberstellt, zu der er seine Jünger auffordert.
Sei auf der Hut vor der Versuchung, Macht auszuüben,
ein Meister zu werden, als jemand angesehen zu werden,
der über der Masse steht, anderen mit verschwenderischem
Gehabe zu imponieren usw.

Wer andere zu beherrschen sucht, ist im
Konkurrenzdenken verhaftet. Wer im Konkurrenzdenken
verhaftet ist, besitzt kein schöpferisches Gemüt. Es ist
nicht nötig, über Deine Mitmenschen zu herrschen, um
Deine Umgebung und Dein Schicksal zu meistern. Es ist
vielmehr so, dass Du vom Schicksal und der Umgebung
besiegt wirst und Dein Reichwerden lediglich eine Frage
des Zufalls und Spekulation wird, wenn Du Dich in den
weltlichen Kampf um die besten. Plätze einlässt.
Hüte Dich vor Konkurrenzdenken! Es gibt keine
bessere Aussage über den Grundsatz der schöpferischen
Handlung als die Goldene Regel: »Was ich mir wünsche,
wünsche ich auch allen meinen Mitmenschen.«
Merke:
Wachstum ist das, was wir suchen. Es ist das Drängen
der formlosen Intelligenz in uns nach formlosem
Ausdruck.
Sei auf der Hut vor der hinterlistigen Versuchung, Macht
über andere Menschen gewinnen zu wollen.
Hüte Dich vor Konkurrenzdenken. Die Goldene Regel:
Was ich mir wünsche, wünsche ich auch allen meinen
Mitmenschen.

_______________________________

Kapitel 15
Der aufwärtsstrebende Mensch
Was ich im letzten Kapitel über Fachleute und
Lohnempfangende gesagt habe, gilt auch für Menschen;
die in anderen Bereichen tätig sind.
Ganz gleich, ob Du Arzt, Lehrer oder Priester bist –
wenn Du anderen das Gefühl vom Wachstum des Lebens
vermitteln und sie gegenüber dieser Tatsache
empfänglich machen kannst, dann werden sie von Dir
angezogen, und Du wirst reich. Der Arzt, der sich selbst
als ein großer und erfolgreicher Heiler sieht und auf diese
Wunschvorstellung mit Glauben und Entschlossenheit –
wie in den vorigen Kapiteln beschrieben – hinarbeitet,
kommt in so engen Kontakt mit der Quelle des Lebens,
dass er überaus erfolgreich ist. Die Patienten werden in
Massen zu ihm strömen.
Niemand hat größere Gelegenheit, die in diesem Buch
erläuterten Lehren zu verwirklichen, als ein Mediziner,
ganz gleich welcher Fachrichtung, denn das Prinzip der
Heilung trifft auf sie alle zu und kann von allen in
gleicher Weise erreicht werden. Der aufwärtsstrebende
Mediziner, der eine klare mentale Vorstellung von sich
selbst als erfolgreichem Arzt hat und der die Gesetze des
Glaubens, der Entschlossenheit und der Dankbarkeit
befolgt, wird jeden heilbaren Fall heilen, dem er sich
zuwendet – ganz gleich, welche Mittel er einsetzt oder
anwendet.
Auf dem Gebiet der Religion schreit die Menschheit
nach Priestern, die ihren Gläubigen die wahre
Wissenschaft des erfüllten Lebens vermitteln können.
Diejenigen; die die Einzelheiten der Wissenschaft des
Reichwerdens beherrschen und wissen, wie
Wohlbefinden und Größe erreicht und Liebe gewonnen
werden kann, und die dieses Wissen dann von der Kanzel
predigen, werden niemals Mangel an Gemeindemitgliedern
haben. Das ist das Evangelium, das die Welt
braucht. Das bringt dem Leben Wachstum. Die Menschen
hören solchen Leuten begierig zu und werden freigebig
diejenigen unterstützen, die ihnen dieses Wissen bringen.
Was jetzt erforderlich ist, ist ein Beweis dieser
Wissenschaft von der Kanzel aus. Wir brauchen Prediger,
die uns nicht nur sagen, wie wir es anstellen können, sondern
die uns anhand ihrer eigenen Person beweisen, dass
das stimmt, was sie lehren. Wir brauchen die Prediger,

die selbst reich, gesund, großartig und beliebt sind, uns
zu lehren, wie diese Dinge zu erreichen sind. Diese
Prediger finden dann auch eine zahlreiche und loyale
Gefolgschaft. Das gleiche gilt auch für Lehrer, die Kinder
mit Glauben und Entschlossenheit zu immer wachsendem
Leben erfüllen können. Sie werden niemals ohne Arbeit
sein. Und jeder Lehrer, der selbst Glauben und
Entschlossenheit besitzt, kann beides an seine Schüler
weitergeben. Er kann gar nicht anders, wenn es ein Teil
seines eigenen Lebens und Verhaltens ist.
Was für Lehrende, Predigende und Ärzte wahr ist, trifft
auch auf Rechtsanwälte, Makler, Versicherungsagenten
usw. zu – einfach auf jeden.
Mentale Vorstellung und persönliches Tun in Einklang
gebracht, bewirken unfehlbar die beschriebenen
Ergebnisse. Sie können nicht versagen. Jeder Mann und
jede Frau, die diesen Instruktionen ausdauernd, standhaft
und genau folgen, werden reich. Das Gesetz des
Wachstum des Lebens ist genau so mathematisch gewiss
in seiner Auswirkung wie das Gesetz der Gravitation.
Reichwerden ist eine exakte Wissenschaft.
Lohnempfangende werden dies in ihrem Fall als genau
so wahr erfahren wie jede andere der hier erwähnten
Menschengruppen. Glaube nur nicht, dass Du keine
Chance hättest, reich zu werden, weil es da, wo Du bist,
keine sichtbaren Gelegenheiten gibt voranzukommen,
weil die Löhne niedrig und die Lebenskosten hoch sind.
Mache Dir eine klare mentale Vorstellung von dem, was
Du erreichen möchtest, und handle dann mit Glauben und
Entschlossenheit.
Erledige jeden Tag alle Arbeiten, die Du erledigen
kannst, in vollkommen erfolgreicher Weise. Setze Deine
Fähigkeit zum Erfolg und die Entschlossenheit zum
Reichtum für alles ein, was Du tust.
Tu dies aber nicht nur mit dem Hintergedanken, Dich
bei Deinen Vorgesetzten beliebt zu machen, und in der
Hoffnung, dass sie Deine gute Arbeit sehen und Dich aufsteigen
lassen. Wahrscheinlich tun sie es dann nicht.
Diejenigen, die lediglich gute Arbeit leisten und ihre
Position nach bester Fähigkeit ausfüllen und damit
zufrieden sind, sind für Arbeitgebende wertvoll. Es liegt
nicht. im Interesse der Arbeitgeber, Angestellte zu
befördern, denn sie sind wertvoller an dem Platz, an dem
sie sich befinden.

Um eine Beförderung zu garantieren, ist noch mehr
erforderlich, als nur zu groß für diesen Platz zu sein.
Diejenigen Menschen werden mit Sicherheit befördert
werden, die nicht nur zu groß für diesen Platz sind,
sondern auch eine klare Vorstellung davon haben, was sie
sein möchten; die wissen, dass sie werden können, was
sie werden wollen, und fest entschlossen sind, das zu
SEIN, was sie sein möchten.
Versuche nicht, Deinen jetzigen Platz mehr als
auszufüllen, um Deinen Vorgesetzten zu imponieren,
sondern um Dich selbst zu befördern. Halte an Deinem
Glauben und Deiner Entschlossenheit, Wachstum zu
erfahren, während, vor und nach der Arbeit fest. Halte in
einer solchen Weise daran fest, dass alle Menschen, die
mit Dir zusammentreffen – ganz gleich ob Vorarbeiter,
Kollegen und Kolleginnen oder private Bekannte -, die
Ausstrahlungskraft Deiner Entschlossenheit fühlen, so
dass alle Menschen in Deiner Nähe das Gefühl des Fortschritts
und des Wachstums spüren. Die Menschen
werden von Dir angezogen, und wenn es in Deiner
augenblicklichen Stelle keine Aufstiegschancen gibt,
dann wirst Du sehr bald die Gelegenheit für eine andere
Stelle sehen.
Es gibt eine Kraft, die immer eine Möglichkeit der
Entwicklung für voranschreitende Menschen bietet, die
sich in Übereinstimmung mit den Gesetzen bewegen.
Gott kann gar nicht anders, als Dir zu helfen, wenn Du
Dich auf eine bestimmte
Art verhältst. ER muss es tun, damit ER sich selbst zu
besserem Ausdruck verhilft.
Es gibt nichts in Deiner Umgebung und auch nichts in
der industriellen Situation, das Dich unten halten könnte.
Wenn Du nicht reich werden kannst, während Du für
einen Stahlkonzern arbeitest, dann kannst Du auf einer
Zehn-Morgen-Farm reich werden. Und wenn Du
beginnst, Dich auf die bestimmte Art zu verhalten, dann
wirst Du ganz sicherlich den Klammern des Stahlkonzerns
entrinnen und entweder zu dieser Farm kommen
oder dorthin, wo immer Du sonst sein willst.
Wenn sich ein paar tausend der Arbeiter und
Angestellten eines Stahlkonzerns auf diese bestimmte Art
verhalten würden, dann wäre dieser Konzern bald in einer
misslichen Lage. Er müsste seinen arbeitenden Menschen
bessere Möglichkeiten bieten oder sein Geschäft
aufgeben. Niemand muss für einen Konzern arbeiten.
Konzerne können Menschen nur in so genannten hilf-

losen Zuständen halten, wenn diese Menschen hilflos
sind und nichts über die Wissenschaft des Reichwerdens
wissen oder geistig zu träge sind, dieses Wissen anzuwenden.
Fange damit an, auf diese Art zu denken und zu
handeln, und Dein Glaube und Deine Entschlossenheit
werden Dich sehr bald Gelegenheiten erkennen lassen,
Deine Verhältnisse zu verbessern.
Solche Möglichkeiten treten sehr bald auf, denn der
Höchste, der in allem für Dich tätig ist, wird Dir diese
Gelegenheiten bieten.
Warte nicht auf die Gelegenheit, die Dir ALLES bietet,
wonach Du verlangst. Wenn Du eine Gelegenheit hast,
mehr zu erreichen, als Du im Augenblick hast, und Du
möchtest sie annehmen, ergreife sie. Dies ist der erste
Schritt zu noch größeren Möglichkeiten.
Im Universum gibt es einfach keinen Mangel an
Gelegenheiten für Menschen, die ein fortschrittliches
Leben führen.
Es ist der Natur des Kosmos eingeboren, dass alle
Dinge für Dich und zu Deinem Besten arbeiten und Du
reich werden musst, wenn Du in der bestimmten Art
denkst und handelst. Daher sollten Lohnempfangende
dieses Buch mit großer Aufmerksamkeit lesen und mit
großem Vertrauen den Weg beschreiten, den dieses Buch
beschreibt, denn er ist unfehlbar.
Merke:
Setze Deine Fähigkeit zum Erfolg und die
Entschlossenheit zum Reichtum für alles ein, was Du tust.
Diejenigen Menschen werden mit Sicherheit befördert
werden, die nicht nur zu groß für diesen Platz sind,
sondern auch eine klare Vorstellung davon haben, was
sie sein möchten; die wissen, dass sie werden können,
was sie werden wollen, und fest entschlossen sind, das zu
SEIN, was sie sein möchten.
Halte an Deinem Glauben und Deiner Entschlossenheit,
Wachstum zu erfahren, während, vor und nach der Arbeit
fest.

Es gibt eine Kraft, die immer eine Möglichkeit der
Entwicklung für voranschreitende Menschen bietet, die
sich in Übereinstimmung mit den Gesetzen bewegen.

_________________________________________

Kapitel 16
Einige Hinweise und abschließende
Betrachtungen
Viele Menschen werden über die Vorstellung spotten,
dass es eine exakte WISSENSCHAFT DES
REICHWERDENS gibt. Sie haben den Eindruck, dass der
Vorrat an Reichtum begrenzt ist. Sie bestehen darauf,
dass soziale Einrichtungen und Regierungsinstitutionen
geändert werden müssen, bevor auch nur eine annähernd
ausreichende Anzahl von Menschen genügend Mittel für
ein angenehmes Leben erhalten kann.
Aber das ist nicht wahr.
Es ist wahr, dass bestehende Regierungen die Massen
in Elend halten, aber das ist der Fall, weil die Massen
nicht in der bestimmten Art denken und handeln.
Wenn die Massen sich so verhalten, wie in diesem
Buch vorgeschlagen wird, können sie weder von
Regierungen noch von industriellen Systemen unter
Kontrolle gehalten werden. Alle Systeme müssen sich der
Aufwärtsbewegung anpassen.
Wenn die Menschen ein aufwärtsstrebendes Gemüt
besitzen, den Glauben haben, dass sie reich werden
können, und sich mit der festen Entschlossenheit zum
Reichwerden vorwärts bewegen, dann kann sie aber auch
nichts in Armut halten.
Der einzelne Mensch kann jederzeit und unter jeder
Regierung mit dieser bestimmten Art beginnen und reich
werden. Wenn nun eine spürbare Anzahl von einzelnen
Menschen unter irgendeiner Regierung diesen Weg
einschlagen würde, dann könnten diese Menschen
bewirken, dass das System geändert und anderen
ebenfalls der Weg eröffnet wird.
Je mehr Menschen auf der Konkurrenzebene reich
werden, um so schlimmer für die anderen. Je mehr
Menschen jedoch durch schöpferische Vorstellungskraft
reich werden, um so besser für alle anderen.
Die wirtschaftliche Rettung der Massen kann nur
erreicht werden, wenn eine möglichst große Zahl von
Menschen die Praktiken der wissenschaftlichen Methode,
die in diesem Buch niedergelegt sind, befolgt und reich
wird. Diese Menschen zeigen dann den anderen den Weg
und erfüllen sie mit dem Wunsch nach wirklichem Leben
und dem Glauben, dass dieses Ziel erreicht werden kann.

Sie ermutigen sie, die Entschlossenheit aufzubringen, um
dieses Ziel zu erreichen.
Für den Augenblick reicht es jedoch zu wissen, dass
weder die Regierung, unter der Du lebst, noch das
kapitalistische oder Konkurrenz-System der Wirtschaft
Dein Reichwerden verhindern kann. Wenn Du Dich auf
die schöpferische Ebene der Gedanken erhebst, dann
stehst Du über all diesen Dingen und bewohnst ein
anderes Reich.
Denke jedoch daran, dass Du Deine Gedanken auf
dieser schöpferischen Ebene halten musst. Du darfst nicht
den Gedanken hegen, dass die Versorgung begrenzt sein
könnte, und Du darfst Dich auch nicht auf die Ebene des
Konkurrenzkampfes hinunterbegeben.
Wann immer Du einmal in die alten Gedankenmuster
zurückfällst, korrigiere Dich augenblicklich, denn wenn
Du Konkurrenzgedanken festhältst, dann hast Du die
Unterstützung des kosmischen Gemüts verloren.
Verschwende auch Deine Zeit nicht mit Überlegungen,
wie Du irgendwann in der Zukunft möglichen Notfällen
begegnen willst. Denke daran nur, soweit Dein heutiges
Vorgehen davon betroffen ist. Du hast genug damit zu
tun, die Arbeit des heutigen Tages auf die bestmögliche
Art erfolgreich zu erledigen. Mit den Notfällen, die
eventuell morgen auftreten, kannst Du Dich dann
beschäftigen, wenn sie eingetreten sind.
Sorge Dich nicht darüber, wie Du die Schwierigkeiten
überwinden kannst, die möglicherweise Deinem Geschäft
drohen könnten, es sei denn, Du erkennst ganz klar, dass
Du Deinen Kurs heute ändern musst, um sie zu umgehen.
Ganz gleich, wie riesig ein Hindernis auch aus der
Ferne zu sein scheint, es wird verschwinden, wenn Du in
der bestimmten Art darauf zugehst, oder es zeigt sich ein
Weg, der darüber hinweg, hindurch oder darum herum
führt.
Es gibt keine noch so widrigen Umstände, die einen
Menschen daran hindern könnten, nach
wissenschaftlichen Grundsätzen reich zu werden.
Niemand, der die Gesetze beachtet, kann darin versagen,
reich zu werden, genau so wenig, wie zwei mit zwei
multipliziert werden kann, ohne als Ergebnis vier zu
erhalten.
Vermeide ängstliche Gedanken über mögliches Unheil,
Widerstände, Schrecken oder eine Kette von
unglücklichen Umständen. Es reicht, wenn Du Dich mit

diesen Dingen auseinandersetzt, wenn sie sich Dir zeigen.
Du wirst feststellen, dass jede Schwierigkeit bereits die
Mittel zur Lösung enthält.
Gib acht auf das, was Du sprichst. Sprich immer in
ermutigender Weise von Dir, Deinen Angelegenheiten
oder sonstigen Dingen. Nimm niemals die Möglichkeit
eines Versagens an. Sprich auch niemals so, als wären
Misserfolg oder Versagen möglich.
Sprich niemals davon, dass die Zeiten hart oder die
Geschäftsaussichten unsicher sind. Für diejenigen, die
sich auf der Konkurrenzebene bewegen, mögen die Zeiten
hart und die Geschäftsaussichten unsicher sein. Das
trifft aber niemals auf Dich zu. Du kannst erschaffen, was
Du haben möchtest, und Du stehst über der Furcht.
Wenn die anderen schwere Zeiten durchmachen und
ihre Geschäfte schlecht gehen, ergeben sich für Dich die
besten Gelegenheiten.
Übe Dich darin, die Welt als etwas zu sehen, das sich
entwickelt, das wächst. Sieh scheinbar Böses als etwas
an, das noch unentwickelt ist. Sprich immer nur von
Wachstum und Fortschritt. Sich anders zu verhalten
würde bedeuten, den Glauben zu verleugnen. Und den
Glauben zu verleugnen heißt, den Glauben zu verlieren.
Gestatte Dir niemals, Enttäuschung zu fühlen. Du
magst erwarten, eine bestimmte Sache zu einer
bestimmten Zeit zu haben, und wenn Du sie dann nicht zu
diesem Zeitpunkt besitzt, mag Dir dies als Versagen
vorkommen.
Wenn Du aber an Deinem Glauben festhältst, dann
wirst Du feststellen, dass der Misserfolg nur scheinbarer
Art ist.
Schreite in der bestimmten Art weiter, und wenn Du
nicht bekommst, was Du Dir gewünscht hast, dann
kommt etwas sehr viel Besseres auf Dich zu und Du wirst
erkennen, dass der scheinbare Misserfolg in Wirklichkeit
ein großer Erfolg war.
Ein Student dieser Wissenschaft hatte sich
entschlossen, eine bestimmte Geschäftsverbindung
einzuleiten, die ihm zu der Zeit sehr wünschenswert
erschien. Er arbeitete einige Wochen daran, um dieses
Ziel zu erreichen. Als der entscheidende Zeitpunkt kam,
versagte die ganze Sache auf vollkommen unerklärliche
Weise. Es war, als ob ein unsichtbarer Einfluss insgeheim
gegen ihn gearbeitet hätte. Er war nicht enttäuscht. Im
Gegenteil: Er dankte Gott, dass sein Wunsch überstimmt

worden war, und arbeitete mit dankbarem Herzen weiter.
Nach einigen Wochen bot sich eine Gelegenheit, die
weitaus besser als die ursprünglich geplante war, so dass
er unter keinen Umständen auf die erste hätte zurückgreifen
wollen. Er erkannte, dass ein größerer Geist,
der mehr als er selbst wusste, ihn daran gehindert hatte,
sein größeres Gutes dadurch zu verlieren,: dass er sich
mit weniger Gutem abgab. Das ist die Art und Weise, in
der sich jeder scheinbare Misserfolg für Dich zum Besten
wenden wird, wenn Du im Glauben beständig bleibst,
Deine Entschlossenheit aufrechterhältst, Dankbarkeit
empfindest und jeden Tag das tust, was Du für diesen
Tag tun kannst, indem Du jede einzelne Aufgabe auf
erfolgreiche Art erledigst.
Wenn Du einen Fehlschlag erleidest, dann nur, weil Du
nicht um genügend gebeten hast. Mache weiter, und Dir
wird sicherlich noch Größeres zufallen, als Du ursprünglich
erreichen wolltest.
Denke stets daran:
Du wirst nicht versagen, weil es Dir bisher am nötigen
Talent fehlte, das zu tun, was Du tun möchtest. Wenn Du
Dich so verhältst, wie ich es Dir beschrieben habe, dann
wirst Du alle Talente entwickeln, die zur Ausführung
Deiner Arbeit erforderlich sind.
Es ist nicht die Absicht dieses Buches, sich mit der
Wissenschaft der Ausbildung von Fähigkeiten
auseinander zu setzen. Dieser Vorgang ist jedoch genau
so sicher und einfach wie der des Reichwerdens.
Sei nicht unschlüssig und zögere nicht aus Furcht, Du
könntest wegen mangelnder Fähigkeit versagen; wenn Du
vor bestimmte Aufgaben gestellt wirst. Mache einfach
weiter, und wenn Du an diesen Punkt gelangst, wirst Du
mit der erforderlichen Fähigkeit ausgestattet. Dieselbe
Quelle allen Könnens; die den ungebildeten Lincoln
befähigte, die größte Aufgabe im Regierungsamt zu
übernehmen, die je von einem einzelnen Menschen
geleistet wurde, steht auch Dir offen. Wende Dich an den
großen Geist der Weisheit und erfülle mit seiner Hilfe all
die Aufgaben, die Dir auferlegt werden. Schreite voran in
vollem Glauben.
Studiere dieses Buch. Mach es zu Deinem ständigen
Begleiter, bis Du Dir alle Gedanken, die darin enthalten
sind, zu eigen gemacht hast. Gib am besten die meisten
Deiner bisherigen Freizeitbeschäftigungen und
Vergnügungen auf, so lange Du Deinen Glauben festigen
willst.

Halte Dich fern von Orten, an denen in Vorträgen oder
Predigten gegensätzliche Vorstellungen vertreten werden.
Lies keine pessimistische oder konfliktreiche Literatur.
Verwickle Dich auch nicht in Argumente über solche
Dinge. Verbringe Deine Freizeit vorwiegend mit der
Betrachtung Deiner Wunschvorstellung, der Entwicklung
des Gefühls der Dankbarkeit und dem Studium der
WISSENSCHAFTEN DES REICHWERDENS. Die
wichtigsten Punkte sind noch einmal im folgenden
Kapitel zusammengefasst.
Merke:
Je mehr Menschen auf der Konkurrenzebene reich
werden, um so schlimmer für die anderen. Je mehr
Menschen jedoch durch schöpferische Vorstellungskraft
reich werden, um so besser für alle anderen.
Gib acht auf das, was Du sprichst. Sprich immer in
ermutigender Weise von Dir, Deinen Angelegenheiten
oder sonstigen Dingen.

Kapitel 17
Zusammenfassung
Es gibt einen denkenden Stoff; aus dem alle Dinge
gemacht sind, und der in seinem ursprünglichen Zustand
die Räume des Universums durchdringt, erfüllt und ausfüllt.
Ein Gedanke, der sich in dieser Substanz befindet, bringt
das Ding hervor, das durch den Gedanken geprägt wird.
Wir können Dinge in unseren Gedankenformen, und wenn
wir diese Gedanken der formlosen Substanz einprägen,
können wir die Entstehung des Dinges, an das wir
denken, verursachen.
Um dies zu erreichen, müssen wir vom Konkurrenzdenken
zum schöpferischen Denken gelangen, sonst können wir
nicht in Harmonie mit der formlosen Energie leben, die
stets schöpferischer, aber niemals konkurrierender Art
ist.
Wir können zu vollkommener Harmonie mit der
formlosen Substanz gelangen, wenn wir eine lebendige
und aufrichtige Dankbarkeit für die Segnungen
entwickeln, die wir
empfangen. Dankbarkeit verbindet unser Gemüt mit der
Intelligenz der Grundsubstanz, so dass unsere Gedanken
von ihr aufgenommen werden. Wir können uns auf der
schöpferischen Ebene nur halten, wenn wir uns mit der
formlosen Intelligenz durch ein tiefes und anhaltendes
Gefühl der Dankbarkeit verbinden.
Wir müssen uns eine klare und bestimmte mentale
Vorstellung von dem machen, was wir haben, tun und
werden möchten. Bei dieser mentalen Vorstellung müssen
wir in unseren Gedanken verweilen, während wir eine
tiefe Dankbarkeit dem Höchsten gegenüber dafür
empfinden, dass unsere Wünsche in Erfüllung gehen.
Wenn wir reich werden wollen, müssen wir Mußestunden
mit der Betrachtung unserer Wunschvorstellung in aufrichtiger
Dankbarkeit für die reale Erfahrung
verbringen. Die Wichtigkeit der regelmäßigen
Kontemplation der mentalen Bilder verbunden mit
unerschütterlichem Glauben und tief empfundener
Dankbarkeit kann gar nicht genug betont werden. Auf
diese Weise werden dem Formlosen die Eindrücke
eingeprägt und die schöpferischen Kräfte in Bewegung
gesetzt.
Die schöpferische Energie ist durch die bereits
bestehenden Kanäle natürlichen Wachstums sowie der

wirtschaftlichen und sozialen Ordnung wirksam. Alles,
was im Wunschbild enthalten ist, wird uns mit Sicherheit
zugeführt werden, wenn wir die Anweisungen in diesem
Buch befolgen und im Glauben verankert sind. Das, was
wir uns wünschen, kommt auf schon bestehenden Wegen
auf uns zu.
Damit wir das Auf-uns-Zukommende auch in Empfang
nehmen können, müssen wir aktiv sein. Diese Aktivität
kann nur darin bestehen, dass wir den Platz, den wir jetzt
innehaben, mehr als ausfüllen. Wir müssen unser Ziel,
durch die Verwirklichung unserer mentalen Vorstellung
reich zu werden, fest im Auge behalten. Und wir müssen
jeden Tag all das tun,
was wir tun können, und müssen dabei beachten, jede
einzelne Arbeit auf erfolgreiche Weise durchzuführen.
Wir müssen allen Menschen einen höheren Nutzwert geben
als wir an Geldwert bekommen, so dass jede
Transaktion ein Mehr an Leben bewirkt. Wir müssen den
Gedanken des Fortschritts so pflegen, dass wir allen, mit
denen wir in Berührung kommen, den Eindruck von
Wachstum vermitteln.
Die Männer und Frauen, die den obigen Richtlinien
folgen, werden mit Sicherheit reich. Die Reichtümer, die
sie erhalten, stehen in genauem Verhältnis zur Bestimmtheit
ihres Wunschbildes, ihrer Zielstrebigkeit, der
Festigkeit ihres Glaubens und der Tiefe der empfundenen
Dankbarkeit.

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